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Metallographie Forum Die Diskussionsplattform für Metallographie
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Automotive
Anmeldedatum: 01.10.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: Fr, 01. Okt, 2010 12:39 Titel: "Metallographisch nicht nachweisbar" - Was heisst |
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Hallo zusammen,
bin neu in Eure Gemeinde gekommen, da mir eine Kundenforderung übel aufstösst.
"Die Oberfläche darf in zugbeanspruchten Bereichen keine metallographisch nachweisbare mit Phosphor angereicherte Schicht (Deltaferritsaum) aufweisen."
Ich grüble insbesonders über "metallographisch nachweisbar". Meinem Verständnis nach müsste ich nach dieser Formulierung ggf. sogar ein REM zur Bewertung hinzuziehen (vermutlich übers Ziel hinausgeschossen), auf jeden Fall aber ein Lichtmikroskop mit Vergrößerung 500x.
Oder schliesst die Metallographie ggf. nur bestimmte Auswertetechniken ein?
Kann man einen mathematischen Zusammenhang zwischen Phosphatschichtdicke (Schmiermittel aus dem Umformprozess) vor dem Vergüten und Deltaferrit nach dem Vergüten (Schutzgas) herstellen?
Danke für Eure Antworten im Voraus... |
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Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Fr, 01. Okt, 2010 14:47 Titel: |
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willkommen im forum!
die formulierung ist sehr diffus gewählt und wird im zweifelsfall immer gegen den hersteller ausgelegt.
das auflösungsvermögen beschreibt den minimalen abstand von zwei punkten nebeneiander das man sie grade noch getrennt warnehmen kann. berechnet wird es duerch:
auflösungsvermögen=Wellenlänge des Lichts /2xNumerische Apparatur
beim lichtmikroskop (das ich hier als grundlage nehme) kann (meines ermessens nach) mit einer maximal möglichen apperatur mit einem wert von 1.4 gerechnet werden. als beispiel nehmen wir die wellenlänge von 0,55µm, also dem für das menschliche auge am optimalsten sichtbare licht. unter diesen optimierten ergebnissen haben wir ein auflösungsvermögen von 0,2µm. in der realität ist das natürlich nur unter optimalen voraussetzungen gegeben. nehmen wir ein durchschnittsmikroskop mit einer auflösungsgrenze von 1µm, ziehen die präparativ bedingte randunschärfe ab und sind bei rund 5-10 µm. alles darüber wird sicher beanstandet. soweit die möglichkeiten bestehen würde ich vorversuche, bzw stichproben durchführen und von dem kunden eine maximal zulässige saumbreite anfordern.
gruß
Boromir _________________ Gruß
Boromir Fischer
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Kaatz

Anmeldedatum: 06.08.2007 Beiträge: 247 Wohnort: Lette-Verein
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Verfasst am: Sa, 02. Okt, 2010 13:13 Titel: |
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Hallo und Willkommen im Metallo-Forum,
da habt ihr beide sehr recht, dass ist doch eine sehr unspezifische Forderung dieses Kunden.
Wir sind gerade von der Metallographie-Tagung aus Leoben zurück und durften dort wieder eindrucksvoll erleben, was so alles im Bereich metallographischer Untersuchung gemacht wird - weit jenseits der Lichtmikroskopie.
Also sollte der Kunde sich etwas konkreter ausdrücken und z.B. eine Untersuchungsmethode/Vergrößerung angeben bzw. eine Zeilenbreite für den delta-Ferrit.
Viel Erfolg,
P. Kaatz _________________ Administrator - Metallographie Forum - |
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Automotive
Anmeldedatum: 01.10.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: Do, 07. Okt, 2010 09:30 Titel: |
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| Danke für eure Hilfe, der Kontakt zum Kunden wir der nächste Schritt sein. |
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