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Ätzmittel für reibauftragsgeschweißte Aluminiumlegierung

 
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niknak



Anmeldedatum: 10.12.2009
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BeitragVerfasst am: Do, 10. Dez, 2009 11:39    Titel: Ätzmittel für reibauftragsgeschweißte Aluminiumlegierung

Hallo Metallographie Community, ich bin neu & unerfahren und brauche eure Hilfe

Es geht um das Sichtbarmachen des Gefüges einer reibauftragsgeschweißten Schicht ( http://en.wikipedia.org/wiki/Friction_stir_welding ). Das Grundmaterial (Träger) besteht aus AlMgSi - die Schicht ebenfalls, nur dass diese bereits auf Grund des Schweißens eine "Wärmebehandlung" hinter sich hat.

Ich habe bereits Ätzmittel nach Barker (elektrolytisch) und Keller ausprobiert, beide male mit ähnlichem Ausgang: Das Gefüge des Trägermaterials ist sehr gut zu sehen, das Gefüge der Auftragsschicht ist überhaupt nicht zu sehen. Flußsäure habe ich noch nicht ausprobiert, und wenn möglich sollte es auch dabei bleiben. Habt ihr schon mal ein ähnliches Problem gehabt, bzw. habt ihr Tips für mich?

Danke
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Heide Ohl



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Beiträge: 17
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BeitragVerfasst am: Do, 10. Dez, 2009 16:28    Titel:

hallo niknak,

ich benutze für Al-Legierungen gerne ein Farbätzmittel nach Weck. Damit habe ich in den meisten Fällen Erfolg.

Falls Du das Rezept nicht hast, melde Dich.

Grüße Heide Ohl
_________________
Adelheid Ohl
Institut für Werkstoffkunde I
Universität Karlsruhe (TH)
Kaiserstr.12, Geb.10.91
D-76131 Karlsruhe
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niknak



Anmeldedatum: 10.12.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Do, 10. Dez, 2009 17:56    Titel:

Hallo Heide,

danke für deine Antwort. Farbätzmittel nach Weck kenne ich noch nicht.
Ich wäre dir für das Rezept sehr dankbar.

Grüße Nik
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Do, 10. Dez, 2009 19:46    Titel:

nach Weck:
100 ml Wasser
5 g Ammonium-bifluorid
_________________
Gruß
Boromir Fischer

- Metallographie Forum -
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niknak



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Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Do, 10. Dez, 2009 20:07    Titel:

Danke! Ich probier das gleich morgen, und gebe Rückmeldung ob es geklappt hat.
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Boromir



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Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Do, 10. Dez, 2009 20:45    Titel:

in der "praktischen metallografie" von februar 2001 wird von einer vorätzung in natronlauge mit anschließender ätzung in der farbätzung gesprochen. durch die natronlage wird die "selbstheilung" des aluminiums unterbrochen.
_________________
Gruß
Boromir Fischer

- Metallographie Forum -
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Heide Ohl



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BeitragVerfasst am: Fr, 11. Dez, 2009 07:44    Titel:

Hallo zusammen,

In der Fachbuchreihe Schweißtechnik vom Deutschen Verlag für Schweißtechnik "Metallographische Anleitung zum Farbätzen nach dem Tauchverfahren" Teil III ist das Ätzverfahren beschrieben.

Aluminium-Farbätzmittel nach Weck: 4g Kaliumpermanganat , 100 ml dest. Wasser, leicht angewärmt. Nach dem Lösen von Kaliumpermanganat 1 g Natriumhydroxid zusetzen und lösen.
Ätzbedingungen: Trocken ätzen. Ätzmittel ist ca. 3 Std. brauchbar.
Ätzzeiten 7 bis 45 s. Wenn die Schlifffläche eine gelbgrüne Färbung aufweist, ist die Ätzung gut. Die intermetallischen Verbindungen werden nicht angegriffen.

Vorsicht! War die Ätzung zu lang, reißen die niedergeschlagenen Häutchen auf.

Vielleicht noch ein Tipp: PM 1/2007 S.33

Grüße Heide
_________________
Adelheid Ohl
Institut für Werkstoffkunde I
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Canadien77



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BeitragVerfasst am: Fr, 11. Dez, 2009 07:56    Titel:

Interessant, dass es zwei Verfahren nach Weck gibt, die offensichtlich nicht genauer unterschieden werden (anders also wie bei Klemm oder Beraha).

Die Zusammensetzung, die Boromir gepostet hat, kenne ich auch, aber nur im Zusammenhang mit Titan...
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Heide Ohl



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BeitragVerfasst am: Fr, 11. Dez, 2009 08:07    Titel:

Ätzmittel nach Weck gibt es wohl einige. Ti und Ti-Leg. ätze ich nach Weck mit 2 g Ammoniumbiflourid, 100 ml dest. Wasser und 50 ml Ethanol.

Rezept aus genanntem Buch.

Heide
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Adelheid Ohl
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