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Ätzmittel nach Adler

 
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DaAndi



Anmeldedatum: 13.05.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr, 13. Mai, 2011 17:51    Titel: Ätzmittel nach Adler

Naben,

ich habe mal eine Frage zu dem Ätzmittel nach Adler (FeM7 - Petzow) und zwar nicht das Mikroätzmittel sondern die Version für Makroätzungen.

Zusammensetzung:

25 ml dest. H2O
10 g Diammoniumtetrachlorocuprat (II)
--- Nach Auflösen ---
50 ml HCL 32%ig
15 g Eisen(III)-chlorid

Und zwar ich die letzten Wochen öfters in der Pflicht dieses Ätzmittel anzusetzen. Was mir dabei nur Komisch vorkommt ist folgendes.

Die 10 g Diammoniumtetrachlorocuprat im H2O zu Lösen ist ja soweit kein Problem, bei RT und 3 min auf der Laborhertplatte (ohne Temp, nur Rührfisch) geht auch alles vom Diammoniumtetrachlorocuprat in Lösung.

Jedoch flockt es Schlagartig aus sobar HCL hinzugegen wird. und setzt sich als weißes Pulver am Boden ab. Normal ? Unnormal ?

Halte es im moment so das ich die fertige Ätzlösung dekantiere und den "Pulver-Schlamm" Mix entsorge. Jedoch wieso bringt man dann überhaupt die 10 g Diammoniumtetrachlorocuprat in Lösung wenn sich ein Großteil davon eh wieder ausflockt. Das es das Diammoniumtetrachlorocuprat ist was sich "Ausscheidet" habe ich damit nachgeweisen in dem ich den Schlamm mit dest. H2O vermengt habe. Siehe da die schöne hellblaue Farbe des Diammoniumtetrachlorocuprat erscheint.

Tipps / Tricks ?
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Boromir



Anmeldedatum: 09.08.2007
Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Fr, 13. Mai, 2011 17:59    Titel:

nachdem du deine kupferammoniumchlorid-lösung angesetzt hast mache ein zweites gefäß fertig, in der du das HCl mit dem Eisen3-chlorid vermengst, und erst zum schluss beide lösungen zusammen führst.


gruß
Boromir
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Gruß
Boromir Fischer

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DaAndi



Anmeldedatum: 13.05.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr, 13. Mai, 2011 18:13    Titel:

Ah, vorab schon mal ein Danke dann weis ich nun woran es liegt

Werde das in der nächsten Woche mal Testen.

In dem zusammenhang gleich noch eine Angehangende Frage. Wir Ätzen mit der Makroätzung unsere Mikrschliffe, ja wir zweck entfremden die die letzten Wochen ein wenig, jedoch ist die Adler in dieser Version recht "scharf" Ätzzeiten liegen bei ~1sec.

Versuche die mit dest. H2O zu verdünnen lieferten gruselige Ätzergebnisse. Oder sollte man in diesem Fall den Gehalt an HCL absenken ?

Gruß Andre
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Boromir



Anmeldedatum: 09.08.2007
Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Sa, 14. Mai, 2011 08:25    Titel:

leider lässt sich das pauschal schlecht beantworten. was ätzt ihr denn damit (werkstoff) und was wollt ihr kontrastieren? vermutlich bewertetet ihr damit schweißnähte?!
vermutlich etwas höherlegiertes, wofür die 3%-ige nitalätzung (70 ml Ethanol + 30 ml konzentrierte Salpetersäure) nicht mehr ausreicht? ich persönlich verdünne meine mikro-ätzung immer mit dem "neutralen hauptbestandteil", bei dir wäre das also dest. wasser. das das ergebnis schlecht wird liegt dann vermutlich eher daran das die ätzung für eine mikrountersuchung ungeeignet ist, und sich durch die menge h2o das kupfersalz ausfällt und sich als kupferfarbene schicht auf deine proben ablegt und dabei schlieren hinterlässt?! in diesem fall verdünne die ätzung einfach mit alkohol (ruhig 50/50 oder noch mehr ethanol)

die adler-beize gibt es übrigens auch noch als mikroätzung, in der die zusammensetzung etwas abgewandelt wird:

150 ml h2o mit 100 ml HCl, 30 g Eisen3-chlorid und 6 g Kupferammoniumchlorid ansetzen. dies als stammlösung nutzen und nach belieben mit alkohol auf 1:3 bis 1:5 verdünnen.

herzliche grüße und schönes wochenende
Boromir
_________________
Gruß
Boromir Fischer

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DaAndi



Anmeldedatum: 13.05.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: So, 15. Mai, 2011 13:21    Titel:

Hallo Boromir,

wir Kontrastieren mit der Adler momentan hoch leg. Stähle so um den ~ 1.4323. Dabei geht es uns weniger um Schweißnähte sonder mehr um die Gefügeausbildung, Grundmatrix + Deltaferrit u.a.

Haben die Erfahrung machen muss das die Ätzung mit V2A Beize recht langwierig sein kann je nach alter der Beize und die Kontrastierung für mache Kunden bei der V2A nicht "Aussage Kräftig" genug ist.

Mit der Adler Ätzung (Makroätzung) schaffen wir es mit einer Ätzzeit von 1-3 sec den Nickelmartensit in ein schönes Kupfer / Braun zu tauchen und den Deltaferrit als Weiß / Blaue Zeile klar und deutlich zu erhalten.

Bei den höher Legierten ist das von der Ätzzeit auch machbar da reichen mir 3 sec völlig aus jedoch sobar die ein wenig weniger Legiert sind wird es schon kniffeliger.

Die Mikro Version der Adler Ätzung hatten wir bereits getestet jedoch ohne das gewünschte Ergebniss zu erhalten.

Mit der H2O verdünnten Adler (Makro) Version habe ich das Problem das die Martensitische Grundmatrix nur noch sehr fleckig Kontrastiert wird, und auch die deutliche Farbgebung bei den Martensitnadeln fehlt, schaut dann aus wie ein "bräunlicher" Einheitsbrei. Schlieren u.s.w. habe ich eher wenigere Probleme mit.

Werde die Woche eine Verdünnung mit Etahnol versuchen und mir das ganze Anschauen wie das Ausschaut.
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