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Ätzmittel

 
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stefan Maul



Anmeldedatum: 19.12.2007
Beiträge: 8
Wohnort: 63695 Glauburg

BeitragVerfasst am: Do, 17. Apr, 2008 20:00    Titel: Ätzmittel

Hallo zusammen, habe mich lange nicht gemeldet. Möchte jetzt aber wieder etwas aktiver werden, und habe gleich mal ein paar Fragen an euch.
Kann mir vielleicht jemand sagen, wo man in kleinen Mengen V2A Beize und Bareha 2 Ätzmittel beziehen kann?
Und mit welchen Ätzmittel kann man das Mikrogefüge von Bronze und Neusilber sichtbar machen?
Ich wäre euch für eine Rückinfo dankbar.

liebe Grüße an euch alle
Stefan Razz
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Canadien77



Anmeldedatum: 28.08.2007
Beiträge: 317
Wohnort: Blaustein

BeitragVerfasst am: Do, 17. Apr, 2008 20:49    Titel:

Also für Kupferlegierungen wird gerne die sogenannte Kupferammonchlorid-Lösung verwendet.

Das sind 10 g Kupferchlorid in 100 ml dest Wasser, welche dann mit Ammoniaklösung versetzt wird, bis sich der dabei entstehende weiße Niederschlag auflöst.

Hier mal ein Beispielbild, ist allerdings ne Bleibronze: (Bei v=500:1)

_________________
In den meisten Fällen ist Diffusion die richtige Antwort. Sollte dem nicht so sein, so kann man durch Zulegieren von Mangan alles retten. Auf jeden Fall, Rekristallisation ist nicht immer die Antwort auf alle Fragen.
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Dr.Str-Pharm



Anmeldedatum: 11.08.2007
Beiträge: 126
Wohnort: Zürich

BeitragVerfasst am: Fr, 18. Apr, 2008 09:55    Titel:

hast du auch nen abzug und die entsprechende Schutzausrüstung dafür ?
Beraha enthält konz. Salzsäure und Ammoniumhydrogendifluorid, dabei ensteht Flußsäure. HF ist mitunter einer der gefährlichsten Säuren überhaupt. Kann dir da nur abraten ohne entsprechende Ausbildung und Schutzeinrichtungen damit zu hantieren. Das ist lebensgefährlich !!

V2A Beize enthält konz. Salpeter und Salzsäure und sollte auch nicht von Laien ohne entsprechende Schutzeinrichtung gehandhabt werden.

Die entsprechenden Chemikalien erhältst du normalerweise bei div. Chemielieferanten (Merck o.ä). Da du aber keine Giftlizenz hast wirst du da nichts geliefert bekommen.
Kannst auch mal in der Apotheke nachfragen die haben da auch gewisse Mengen abzugeben. Kann dir aber nur davon abraten, wie gesagt kann das ganz schnell zu bösen Verletzungen führen.
Lass besser die Finger davon !
_________________
carpe noctem !
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stefan Maul



Anmeldedatum: 19.12.2007
Beiträge: 8
Wohnort: 63695 Glauburg

BeitragVerfasst am: Fr, 18. Apr, 2008 21:16    Titel: Ätzmittel

Hallo,
vielen Dank für die Info, das das Zeug so gefährlich ist hätte ich nicht gedacht. Diese V2A Beize hatte ich schon bei Metallographischen Seminaren kennengelernt, und auch schon mit geätzt. Hochlegierte Werkzeugstähle z.B. Böhler M390 + CPM 420V. und Schweißverbindungen von Austenitischen Stählen. Da hat aber keiner das Zeug als sooo gefährlich beschrieben. Vorsicht ist allemal geboten, bim Ungang mit Säuren. Aber trotzden vielen Dank. Eine Absaugung ist jedenfalls vorhanden. Säurefeste handschuhe und Schutzbrille auch.
Eine Frage noch zu Deinen Schliffbild. kannst du mir das mal näher beschreiben ? Was sind denn das für dunkle Bereiche?
Ist vielleicht ne blöde Frage von einem Anfänger, find die Metallurgie aber wahnsinnig interesant.
liebe Grüße Stefan
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Canadien77



Anmeldedatum: 28.08.2007
Beiträge: 317
Wohnort: Blaustein

BeitragVerfasst am: Sa, 19. Apr, 2008 10:10    Titel:

Hier ist der offizielle Text dazu aus dem Bericht:
Zitat:

Abbildung 17 (oben) zeigt noch deutlicher die inhomogenen Alpha-Dendriten, auch die Bleiausscheidungen (dunkel) treten noch größer hervor. Auf Abbildung 18 (unten) ist das Fehlen des zu erwartenden Alpha-Delta-Eutektoids auffällig. (Ohne das Blei würde es sich um eine Legierung bestehend aus 89,5% Kupfer und 10,5% Zinn handeln, also müßten, laut thermodynamischen Gleichgewicht, ca. 10% des Alpha-Delta-Eutektoids zu erwarten sein, denn das Blei beeinflußt die Mischkristallbildung in der Bronze nicht.)




(Stelle aus oberen Bild. V=1000:1)
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stefan Maul



Anmeldedatum: 19.12.2007
Beiträge: 8
Wohnort: 63695 Glauburg

BeitragVerfasst am: Sa, 19. Apr, 2008 12:17    Titel: Ätzmittel

Hab erhrlich gesagt nicht mal die hälfte verstanden. Glaube muß noch viel, viel lernen. Dentriden hab ich schon mal gehört und gesehen. man bezeichnet sie auch als Tannenbaumkristalle od. Stengelkristalle. habe mal einen Schliff von einer Roheisenprobe gemacht, da dürfete es sich auch um Dentriden handeln.
Aber was versteht man genau unter Alpha Dentriden, und Delta Eutektoids ?
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Boromir



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Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Sa, 19. Apr, 2008 12:23    Titel:

dendriten entstehen bei jeglichem guss. alpha-dendriten sind die die primär erstarren. also die die zuerst in der schmelze "fest" werden. ein bild von frei erstarrten dentriten im gusslunker hab ich hier veröffentlicht: ganz unten wink

anders könnte man das bild auch so beschreiben. vieleicht verstehst du das besser :

Hauptgefügebestandteil ist Alpha-Mischkristall, in Form von Tannenbaumkristallen/Stengelkristalle mit deutlicher Kristallseigerung. Zweiter Gefügebestandteil ist das Eutektoid (Alpha und Delta), dessen Hauptbestandteil die äußerst harte Delta-Phase ist. Dritter Gefügebestandteil ist das Blei, das sich in feiner Verteilung innerhalb des Eutektoids ausscheidet.
_________________
Gruß
Boromir Fischer

- Metallographie Forum -
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Canadien77



Anmeldedatum: 28.08.2007
Beiträge: 317
Wohnort: Blaustein

BeitragVerfasst am: Sa, 19. Apr, 2008 13:00    Titel:

Für Vertiefung zum Thema Kupfer sei das Deutsche Kupferinstitut genannt. Dort gibt es Hefte zum Download/Bestellen, die viel über die einzelnen Werkstoffe vermitteln.
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stefan Maul



Anmeldedatum: 19.12.2007
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Wohnort: 63695 Glauburg

BeitragVerfasst am: Sa, 19. Apr, 2008 17:58    Titel: ätzmittel

hallo,
ich bin beeindruckt, da hab ich wieder etwas dazugelernt. danke dir.
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Kaatz



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Beiträge: 247
Wohnort: Lette-Verein

BeitragVerfasst am: Mo, 21. Apr, 2008 15:19    Titel:

Beitrag verschoben in den Bereich "Präparation und Ätzmittel, NE-Metalle". Razz

Gruß,

P.Kaatz
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Administrator - Metallographie Forum -
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