| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: Fr, 10. Jul, 2009 12:30 Titel: Farbätzungen |
|
|
Hallo,
ich bin auf der Such nach einer Farbätzung für 1.4401 / 1.4501, die keine Flusssäure bildet und auch sonst pflegeleicht ist (gesundheitsfreundlich). L+B und Beraha fallen damit schonmal weg. |
|
| Nach oben |
|
 |
Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
|
Verfasst am: Fr, 10. Jul, 2009 16:35 Titel: |
|
|
ich glaub auf abeit ätzen wir den X5CrNiMo17-12-2 mit warmer v2a beize. ich schau montag nach und werde dann rückmeldung geben.
warum muss es eine farbätzung sein?
lg
Boromir
*edit: leider haben wir nur ähnliche werkstoffe und auch dafür keine farbätzung _________________ Gruß
Boromir Fischer
- Metallographie Forum -
Zuletzt bearbeitet von Boromir am Di, 14. Jul, 2009 16:15, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: Sa, 11. Jul, 2009 09:13 Titel: |
|
|
| Das ist schon richtig, aber neben V2A- Beize sieht nen mit Farbätzung kontrastrierter Stahl nunmal ansprechender aus. |
|
| Nach oben |
|
 |
Canadien77

Anmeldedatum: 28.08.2007 Beiträge: 317 Wohnort: Blaustein
|
Verfasst am: So, 12. Jul, 2009 08:01 Titel: |
|
|
Ist vielleicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber wie wäre es mit einer Anlaufätzung: Probe in den Ofen und bei einer Temperatur (glaub 500°C) glühen, so dass die einzelnen Körner anlaufen und je nach Orientierung dann das Licht verschieden brechen... _________________ In den meisten Fällen ist Diffusion die richtige Antwort. Sollte dem nicht so sein, so kann man durch Zulegieren von Mangan alles retten. Auf jeden Fall, Rekristallisation ist nicht immer die Antwort auf alle Fragen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: So, 12. Jul, 2009 14:07 Titel: |
|
|
| Die 500°C scheinen mir recht hoch.Da wird meine Einbettmasse alles andere als begeistert sein. Aber trotzdem danke |
|
| Nach oben |
|
 |
Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
|
Verfasst am: So, 12. Jul, 2009 14:53 Titel: |
|
|
| Braungardt hat Folgendes geschrieben: | | Die 500°C scheinen mir recht hoch.Da wird meine Einbettmasse alles andere als begeistert sein. Aber trotzdem danke |
ohne einbettmasse natürlich
ich hab dich nicht vergessen und werde auf arbeit mal in den datenblättern suchen.
*edit: leider haben wir nur ähnliche werkstoffe und auch dafür keine farbätzung _________________ Gruß
Boromir Fischer
- Metallographie Forum -
Zuletzt bearbeitet von Boromir am Di, 14. Jul, 2009 16:15, insgesamt einmal bearbeitet |
|
| Nach oben |
|
 |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: So, 12. Jul, 2009 17:08 Titel: |
|
|
| Ohne geht nicht. Die Bauteilgeometrie lässt es nicht wirklich zu dann noch scharfe Aufnahmen zu erhalten |
|
| Nach oben |
|
 |
Kaatz

Anmeldedatum: 06.08.2007 Beiträge: 247 Wohnort: Lette-Verein
|
Verfasst am: Mo, 13. Jul, 2009 17:54 Titel: |
|
|
Nach J. Wallner gibt es ein Ätzmittel für Cr-Ni-Stähle, das in der Literatur als "W2" bezeichnet wird:
1) 16g Fe3Cl werden in 50ml H2O gelöst
2) 9g Ammoniumpersulfat werden in 50 ml H2O gelöst
3) Beide Mischungen werden zusammengeschüttet und 60 ml Salzsäure (konz. 1,19) hinzugefügt (Achtung leichte Gasentwicklung)
Nach einer Stunde ist das Ätzmittel gebrauchsfertig und bleibt praktisch unverändert.
Ätzzeit wird von einigen Sekunden bis 30 Sek. angegeben, allerdings habe ich keine Ahnnung, ob sich dabei wieder Flußsäure oder andere scheußliche Sachen bilden... klingt aber erst mal nicht danach.
Über den Ätzeffekt wird leider nix geschrieben, also keine Ahnung, ob eine Farbätzung dabei heraus kommt.
Könnte einen Versuch wert sein. Vielleicht berichten Sie uns vom Ergebnis?
LG,
P.Kaatz
Quelle: J. Wallner, Berg- und Hüttenmännische Monatshefte Nr. 109 von 1964 _________________ Administrator - Metallographie Forum - |
|
| Nach oben |
|
 |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: Di, 14. Jul, 2009 07:34 Titel: |
|
|
Vielen Dank!
Werds heute gleich mal ausprobieren . Ich denke auch, dass hierbei keine Flusssäure frei wird, da das Ammoniumhydrogenflourid schonmal weg fällt.
und hier auch nichts dabei ist, dass das Ätzen in Kunststoffschalen vorschreiben müsste. Wenn es vorzeigwürdig ist werd ich das Ergebnis hier rein stellen.
LG
Susanne Braungardt |
|
| Nach oben |
|
 |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: Di, 14. Jul, 2009 10:49 Titel: |
|
|

Links ist die Ätzung nach 30Sek. bei 500:1 Vergrößerung zu sehen und rechts nach 50Sek. im Dunkelfeld ebenfalls 500:1 Vergrößerung.
Abgesehen davon dass die Probe nicht ganz sauber ist, überzeugt mich diese Ätzung irgendwie nicht ganz.
Wenn man ne nette Korngrenzenätzung braucht ist diese sicher nicht schlecht, wobei da der Zeitaufwand (Anzahl der Arbeitsschritte) im Vergleich zu anderen Ätzungen wieder dagegen spricht.Allerdings ist die Ätzung physiologisch unbedenklicher als andere.
Fazit:als Korngrenzenätzung werde ich diese in meine Liste mit aufnehmen aber weiter nach einer Farbätzung suchen.
Trotzdem nochmal vielen Dank und schöne Ferien in Berlin.
LG
Susanne Braungardt |
|
| Nach oben |
|
 |
sigmaphase
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 34 Wohnort: Baden
|
|
| Nach oben |
|
 |
Braungardt
Anmeldedatum: 13.08.2007 Beiträge: 80 Wohnort: Olpe
|
Verfasst am: Fr, 17. Jul, 2009 11:42 Titel: |
|
|
Die vorgeschlagene Literatur haben wir hier natürlich, aber es geht mir darum keine Abwandlung von Beraha (Flusssäure) zu nutzen und Klemm ätzt meines Wissens nach nur Ferrit und P- Seigerungen.
Trotzdem danke |
|
| Nach oben |
|
 |
Kaatz

Anmeldedatum: 06.08.2007 Beiträge: 247 Wohnort: Lette-Verein
|
Verfasst am: Sa, 18. Jul, 2009 09:44 Titel: |
|
|
Vielleicht kann man die oben vorgeschlagene W2 mal im polarisierten Licht ggf. mit Lambda-Plättchen ansehen? Könnte sein, dass sich ähnliche Effekte ergeben wie nach 10% Ammoniumpersulfat beim Ferrit.
W2 habe ich in einem Artikel über die Verwendung der Ätzmittel nach Klemm gefunden. Dort werden die drei Klemm`s nicht im Zusammenhang mit austenitischem Stahl genannt.
Grüßis,
P.K. _________________ Administrator - Metallographie Forum - |
|
| Nach oben |
|
 |
|