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Heide Ohl
Anmeldedatum: 24.06.2009 Beiträge: 17 Wohnort: 71254 Ditzingen
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Verfasst am: Mo, 13. Jul, 2009 08:04 Titel: Freilegung der Si-Struktur einer Al-Legierung |
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Hallo zusammen,
vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen.
Ich möchte an einer Gusslegierung AlSi10MnMg die Si-Struktur freilegen. Als "Rezeptangaben" habe ich verdünnte kochende HCl, Flick und verdünnte NaOH gefunden. Verdünnte HCl liefert die besten Ergebnissse, allerdings sind die freigelegten Stellen zu klein.
Konzentrationen von 3 - 15%iger HCl-Lösungen habe ich mit verschiedenen Zeiten ausprobiert.
Hat jemand mit dieser Tiefenätzung Erfahrung und kann mir genauere Angaben machen?
Grüße
Heide Ohl _________________ Adelheid Ohl
Institut für Werkstoffkunde I
Universität Karlsruhe (TH)
Kaiserstr.12, Geb.10.91
D-76131 Karlsruhe |
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Dr.Str-Pharm
Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 126 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: Mo, 20. Jul, 2009 14:02 Titel: |
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20 % Natronlauge funktioniert ganz gut. Zumindest bei den Proben mit 12% Silizium.
Hinterlässt aber einen milchigen Rückstand auf der Probe. Der lässt sich mit konzentrierter Schwefelsäure entfernen. _________________ carpe noctem ! |
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Heide Ohl
Anmeldedatum: 24.06.2009 Beiträge: 17 Wohnort: 71254 Ditzingen
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Verfasst am: Di, 21. Jul, 2009 06:19 Titel: |
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Hallo,
vielen Dank für den Tipp!
Heide Ohl |
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Heide Ohl
Anmeldedatum: 24.06.2009 Beiträge: 17 Wohnort: 71254 Ditzingen
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Verfasst am: Di, 28. Jul, 2009 11:54 Titel: |
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Hallo Dr.Str.-Pharm,
meine Proben habe ich in 20% Natronlauge 60s bei 50°C geätzt. Die wärmebehandelte Probe sieht ganz gut aus, eventuell 90s Ätzzeit oder eine frische Lösung.
Die Gussprobe hat noch sehr viel Al-Mischkristall. Kannst Du mir nähere Angaben über Ätzzeit und -temperatur machen.
Grüße
Heide Ohl |
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Dr.Str-Pharm
Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 126 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: Di, 04. Aug, 2009 21:40 Titel: |
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leider nein, Natronlauge zu nehmen war damals eine Idee die eher aus der Not geboren war, die Schmiedestruktur von Kolben sichtbar zu machen. Ich konnte auf Grund der Zeit keine genauen Ätzzeiten festmachen. Lediglich dass der höherer Si Gehalt die Ätzzeit verkürzt.
Ich hab das mehr oder weniger abgeschätzt und das Ergebnis der Makroätzung dann beurteilt. Es ist durchaus möglich 1-2 mal nachzuätzen (vorher aber mit H2SO4 spülen). Bei Gusslegierungen hatte ich kein befriedigendes Ergebnis, die Ätzung löst meines Erachtens einen Großteil der Si haltigen Phasen an, den Mischkristall eher weniger. Bei verstreckten Teilen macht die Ätzung mehr her als bei gegossenen. _________________ carpe noctem ! |
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Heide Ohl
Anmeldedatum: 24.06.2009 Beiträge: 17 Wohnort: 71254 Ditzingen
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Verfasst am: Mi, 12. Aug, 2009 10:36 Titel: |
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ja, die Gusslegierungen sind viel schwieriger anzuätzen als die Wärme behandelten Proben. Auch ich bin der Meinung, dass das Si, egal mit welchem Ätzmittel, angegriffen wird.
Es muss aber möglich sein, ich habe Aufnahmen gesehen! Nur das Rezept ist streng geheim und wird nicht verraten.
Wenn ich ein vernünftiges Ergebnis habe, schreibe ich das Rezept.
Grüße Heide |
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Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Do, 13. Aug, 2009 14:05 Titel: |
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eventuell:
100 ml H2O + 15 g CuCl2 bei RT ca. 7-15 Sekunden ätzen.
falls ein dunkler niederschlag auftritt, probe in konzentrierter HNO3 spülen.
bin auf das ergebnis gespannt
oder als farbätzung:
200ml dest. Wasser
1g Ammoniumheptamolybdat
6g Ammoniumchlorid
in Perioden von 30sek ätzen
alternativ electrolytisch
Barker-Ätzmittel
200ml dest. Wasser
5ml Tetrafluoroborsäure 35%ig
1-2min
20-40V Gleichstrom
beim Abspülen nicht wischen
Kathode aus Al, Pb oder V2A
Beobachtung im polarisiertem Licht
lg
Boro _________________ Gruß
Boromir Fischer
- Metallographie Forum - |
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Dr.Str-Pharm
Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 126 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: Mo, 17. Aug, 2009 12:49 Titel: |
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funktioniert auch mit CuCl2, Ergebnisse mit Natronlauge waren aber besser. Versuch ists wert, blöd ist nur dass es immer frisch angesetzt werden muss. _________________ carpe noctem ! |
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Heide Ohl
Anmeldedatum: 24.06.2009 Beiträge: 17 Wohnort: 71254 Ditzingen
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Verfasst am: Do, 20. Aug, 2009 07:33 Titel: |
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vielen Dank für die Tipps!
20%ige NaOH in Schritten von 60s bei 50°C und zwischen spülen mit konz. H2SO4 funktioniert am besten. Mit CuCl2 gibt es einen Belag, der sich auch mit konz. HNO3 nicht entfernen lässt. Boromir, ich habe Deine Rezepte in meine Kartei aufgenommen. Ich habe einen Verbund-Werkstoff, da will ich die Farbätzung mal ausprobieren.
Gerne hätte ich Euch ein Bild gesendet, klappt aber leider nicht.
Viele Grüße
Heide |
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