Metallographie Forum Foren-Übersicht Metallographie Forum
Die Diskussionsplattform für Metallographie
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil    Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Gefüge 1.2312

 
   Metallographie Forum Foren-Übersicht -> Stahl und Gusseisen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
HSVler



Anmeldedatum: 01.12.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Do, 01. Dez, 2011 08:42    Titel: Gefüge 1.2312

Hallo zusammen,

erst einmal vielen vielen Dank für die Antwort von Petra Kraatz.
Sie hat mir bei meinen Fragen schon sehr geholfen und meinte, dass ich diese Fragen auch einmal im Forum stellen soll.
Hier zu meinen Werkstoffdaten:
Es sind genau 5 Proben (Werkstoff 1.2312), die unterschiedlich lang angelassen wurden.
Diesbezüglich habe ich bei steigender Anlassdauer verringerte Härte. Aber eine Probe weißt leider eine höheren Härtewert auf. Warum??
Die "technischen Daten":
Härten: 820 °C (eigentlich zu gering)
Abschrecken: Öl
Anlassen: 500°C; Zeitlich steigernd

Zu dem markierten Bild kann ich nur sagen, dass die grünen Bereiche MnS sind. Aber wie schaut es genau mit den roten Bereichen aus??

https://picasaweb.google.com/115999436533181605206/Gefugebilder?authuser=0&authkey=Gv1sRgCKeN5Nnko-OFWQ&feat=directlink

Gruß
HSVler
Nach oben
Boromir



Anmeldedatum: 09.08.2007
Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Do, 01. Dez, 2011 22:48    Titel:

hallo,

es ist schwer die bilder zu bewerten, da die vergrößerung für die bewertung der einzelnen ausscheidungen leider an ihre auflösungsgrenze stößt. der werkstoff (40CrMnMoS8-6) bildet gern sulfide und einzelne titankarbide in den seigerungen aus, auch wenn der härtebereich eher um 850°C liegen sollte. ich vermute du hast mit 3% Hno3 geätzt?
die rot eingekreisten bereiche scheinen sulfide zu sein, die hat man auch ungeätzt gesehen, oder? ich denke die sind beabsichtigt, da sie als spabnbrecher wirken. bei den grünen bereichen fällt es mir schwer etwas zu sagen, da sich m.e. die beiden grünen bereiche unterscheiden. beim linken kleineren kreis könnte es sich aufgrund der färbung um ein titankarbid handeln, während es sich beim rechten grünen bereich um eine ansammlung ungelöster karbide handeln könnte die sich in den seigerungen bevorzugt ausbilden. sicher sagen kann ich es jedoch nicht.
fällt im direkten vergleich der "härteren" mit dem "weicheren" gefüge etwas auf?

gruß
Boromir
_________________
Gruß
Boromir Fischer

- Metallographie Forum -
Nach oben
HSVler



Anmeldedatum: 01.12.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr, 02. Dez, 2011 15:57    Titel:

Hallo zusammen,
Boromir hatte recht, ich habe mit HNO3 geätzt. Meiner Meinung nach, ist kein großer Unterschied zwischen den Gefügebildern, aber ich habe dir eine PN geschickt. Vielleicht täusche ich mich ja. Ich bin leider kein Fachmann, deshalb die Frage: Warum Titankarbid, wenn in dem 1.2312 gar kein Titan verabeitet ist?
Und danke schon einmal für die erste Einschätzung. smile

Gruß und schönes Wochenende wink
HSVler
Nach oben
Boromir



Anmeldedatum: 09.08.2007
Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Fr, 02. Dez, 2011 18:29    Titel:

titankarbide bilden sich da bei der stahlherstellung stahlschrott zugeführt wird, in der mit in sicherheit grenzender warscheinlichkeit titan enthalten sein wird wink
aber wie gesagt es könnte sich auch um ein ätzartefakt, trockunungsfleck oder dergleichen handeln. titankarbide sind idr kubisch ausgebildet, vielleicht hilft der hinweis etwas.

schönes wochenende

boromir
_________________
Gruß
Boromir Fischer

- Metallographie Forum -
Nach oben
HSVler



Anmeldedatum: 01.12.2011
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: Fr, 02. Dez, 2011 19:41    Titel:

Bezüglich der Nachricht von Boromir, stelle ich euch natürlich die anderen Gefügebilder auch noch ins Netz. Kann jmd über diese Bilder was sagen und warum die eine Probe einen höheren Härtewert hat, obwohl sie bei 120 minuten angelassen wurde und andere bei 60 bzw. 240 Minuten??

Hier das Album: https://picasaweb.google.com/115999436533181605206/WarmebehandlungVon12312?authuser=0&authkey=Gv1sRgCObLivXatuGDAQ&feat=directlink

Danke schon einmal im Voraus smile)
Nach oben
Anfänger



Anmeldedatum: 03.12.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Sa, 03. Dez, 2011 21:54    Titel:

Halli Hallo erst ein mal!

Auf der Suche nach dem Gefüge des 1.2312 Stahls bin ich hier bei euch gelandet.^^
Naja, aus Langeweile allein würde ich mir die verschiedensten Gefüge bestimmt nicht anschauen wollen, aber kann man halt nichts machen; man muss sich damit auch dann auseinandersetzen wenn es einem nicht liegt^^.
Auf jeden Fall habe ich den gleichen Werkstoff für mein Werkstoff-Praktikum erhalten wie du HSVler, mit der Ausnahme, dass es bei mir bei 650°C angelassen wurde.

Und auch bei mir ist es so, dass der Härtewert einer nächsthöheren Anlassdauer größer ist als von der vorherigen, und das 2 mal (siehe Galerie).
http://www.instantgallery.de/i/sdbt0l
Es sind jeweils 2 Aufnahmen mit x500 und x1000-Vergrößerung sowie von links nach rechts 15 min, 30 min, 60 min, 120 min und 240 min als Anlassdauer.
Härte (60min) > Härte(30 min) und Härte(240min) > Härte(120min)

Ich denke ja zwar, dass es an den Messungenauigkeiten liegt(Härtebestimmung nach Vickers), aber da ich ebenfalls keine Doktorarbeit auf dem Gebiet geschrieben habe, sollt ich mögliche gefügebedingte Ursachen nicht ausschließen.

Nun denn, ich hoffe du hast nichts dagegen, wenn ich in deinem Thread ebenfalls um Hilife bitte. Natürlich könnte ich einen neuen aufmachen, aber ich kenn das aus anderen, dass es nicht so gern gesehen wird, wenn neue Threads aufgemacht werden wenn zu dem gleichen Thema schon ein existiert^^

Also...Bei dir kann man ja noch diesen „stacheligen“ Martensit erkennen, was bei meinen Aufnahmen irgendwie überhaupt nicht der Fall ist (das 3.te und 4.te Gefüge irretieren mich jedoch..). Liegt es womöglich, dass ich eine höhere Anlasstemperatur hatte und der Martensit sich deshalb vollständig in Ferrit und Zementit aufgelöst hat?
Und überhaupt, ich bin mir recht unsicher was für Gefüge da vorliegen. Ich bin mir zwar ziemlich sicherr, dass die hellen Stellen Ferrit und die schwarzen/dunklen Karbidkörner(Fe3C) sind, wobei bei den kleineren Anlasszeiten diese Carbitkörnchen feiner sind und das Gefüge deshalb regelmäßiger aufgebaut ist, wohingegen bei höheren Anlasszeiten (z.B. 240 min) dieser Carbitkörnchen sich zusammenballen und der Zementit an sich auch zunimmt, weil der Martensit, der ja den Kohlenstoff quasi „in sich hält“, aufgelöst wird. Stimmt es soweit noch?^^
Nun ja, ich muss ja diese Gefüge kurz beschreiben, und mir fällt im Prinzip nichts mehr ein, außer dass beim vorletzten Bild diese „schwarzen Löcher“ Sulfide sind, die wegen Unreinheiten beim Ätzen entstehen.

Also es wäre echt wirklich großartig wenn sich jemand ein bisschen zeit nehmen könnte und mir helfen würde.

Euer Anfänger
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Metallographie Forum Foren-Übersicht -> Stahl und Gusseisen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de