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Gefügebilder deuten

 
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SurferKen



Anmeldedatum: 04.06.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Sa, 04. Jun, 2011 19:37    Titel: Gefügebilder deuten

Hallo,

ich muss bis Montag einen Werkstoffkunde-Laborbericht abgeben und bin mir bei den Mikroskopiebildern noch nicht ganz sicher. Irgendwie kann ich da nicht das Richtige erkennen. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Danke.


Das erste ist 200-fach und das zweite 500-fach vergrößert.
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Canadien77



Anmeldedatum: 28.08.2007
Beiträge: 317
Wohnort: Blaustein

BeitragVerfasst am: So, 05. Jun, 2011 12:29    Titel:

Hast du noch andere Infos? Der Werkstoff an sich wäre nett, denn Stahl ist ja nicht gleich Stahl.

Ebenso wäre interessant zu wissen, mit welchem Ätzmittel die Probe behandelt wurde, denn verschiedene Ätzmittel greifen verschiedene Phasen auf verschiedene Art und Weise an.

Denn ansonsten ist eine Interpretation reine Spekulation und wir sind ja hier schließlich in einer Wissenschaftlichen Disziplin und nicht bei den Geisteswissenschaften oder gar an der Börse.

Danke schonmal.
_________________
In den meisten Fällen ist Diffusion die richtige Antwort. Sollte dem nicht so sein, so kann man durch Zulegieren von Mangan alles retten. Auf jeden Fall, Rekristallisation ist nicht immer die Antwort auf alle Fragen.
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Kaatz



Anmeldedatum: 06.08.2007
Beiträge: 247
Wohnort: Lette-Verein

BeitragVerfasst am: So, 05. Jun, 2011 17:04    Titel:

Hallo SurferKen,

da hat Canadian im Wesentlichen recht.
Zumindest bei dem ersten Gefügebild könnte es sich um alles mögliche handeln, z.B. eine einphasige Kupferlegierung wie Messing oder auch um austenitischen Stahl, jedenfalls ein Werkstoff mit poligonalen Körnern und Zwillingen, was eigentlich immer bei kubisch-flächenzentrierten Kristallarten nach Glühung oder Verformung auftritt.
Bei dem unteren Gefüge ist es etwas leichter. Das dürfte ein unlegierter Stahl mit ca. 0,1-0,2% Kohlenstoff sein dem Perlitanteil nach zu schätzen. Die hellen Körner sind der Ferrit.

Viel Erfolg,
P. Kaatz
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Administrator - Metallographie Forum -
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SurferKen



Anmeldedatum: 04.06.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: So, 05. Jun, 2011 19:37    Titel:

Danke schonmal für die Antworten.
Der Werkstoff ist 42CrMo4. Mehr weiß ich auch nicht. Die Fotos haben andere Studenten gemacht. Mir hat man nur die Bilder folgende Infos gegeben:
Zum ersten: feinkörnig, normalisiertes gefüge, bainit, ferrit, martensitische körnung, keine vorzugsrichtung
Zum zweiten: feinkörnig, normalisiert, Ferrit, Perlit, keine Vorzugsrichtung

Die Infos stammen aus Versuchsprotokollen von anderen Studenten. Meines Wissens nach stimmen die Infos zum zweiten Bild soweit. Beim ersten bin ich mir absolut unsicher.
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Kaatz



Anmeldedatum: 06.08.2007
Beiträge: 247
Wohnort: Lette-Verein

BeitragVerfasst am: Di, 07. Jun, 2011 15:52    Titel:

Da hast du recht!

Das erste Bild zeigt garantiert nicht, was da beschrieben wird...wie schon gesagt: Das erste Foto zeigt -wenn es denn Stahl ist- einen austenitisches Gefüge: nicht gerade feinkörnige poligonale Mischkristalle mit Zwillingen (also ohne Verformungstextur= homogenisiert/rekristallisiert, Korngröße: geringer Umformgrad)
Zum zweiten Bild passt die Angabe zur Stahlsorte nicht: das ist nie und nimmer 42 CrMo4, dazu ist der Perlitanteil viel zu gering, außerdem wandelt dieser Stahl nur nach super langsamer Abkühlung überhaupt in der Perlitstufe um.
Ich glaube nicht, dass deine Infos zu dem ersten Foto korrekt sind oder das Foto wurde vertauscht.

LG,
P. Kaatz
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Administrator - Metallographie Forum -
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Kaatz



Anmeldedatum: 06.08.2007
Beiträge: 247
Wohnort: Lette-Verein

BeitragVerfasst am: Mi, 08. Jun, 2011 20:44    Titel:

Wie 42CrMo4 aussieht kannst du übrigens hier sehen:

http://www.metallographie-ausbildung.de/forum/bruch-vom-stahl-4140-%2842crmo4%29-t536.html

wink
Alles klar?
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Administrator - Metallographie Forum -
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