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Günstiger Werkstoff, maximale Härte, 65 HRC, Rundmat. 15 mm

 
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samson



Anmeldedatum: 02.02.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Fr, 21. Okt, 2011 19:30    Titel: Günstiger Werkstoff, maximale Härte, 65 HRC, Rundmat. 15 mm

Suche Werkstoff für zylindrische Teile, ca. 13,5 mm Durchmesser, ca. 60 mm Länge (auf einer Seite spitz, mit div. Einkerbungen im zyl. Teil), die ich aus Rundmaterial auf Automaten fertigen kann. Die Teile müssen nach der Bearbeitung auf eine Härte von 65 HRC gebracht werden. Hat jemand Erfahrung mit C 120? Ich denke, ich habe mal gehört, dass die max. Härte von Martensit 65 HRC ist. Also müsste das doch mit einem unleg. Stahl möglich sein. Auf der anderen Seite habe ich auch gehört, dass Stahl mit über 0,8 % C sich beim Härten nicht ganz unproblematisch verhält. Martensit wird ev. zu grob ==> zu weich. Kann jemand helfen?
Gruß, samson
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Boromir



Anmeldedatum: 09.08.2007
Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Fr, 21. Okt, 2011 20:44    Titel:

ich empfehle dir zum stahldealer deines vertrauens zu gehen, und ihm den einsatzzweck zu schildern. hier im forum zu fragen welcher stahl auf 65 hrc härtbar ist, führt schlichtweg ins bodenlose loch. ich kann dir diverse möglichkeiten nennen, die jedoch auf ihren einsatzzweck beschränkt sind, und natürlich ist nicht alles "billig". wenn du dein einsatzzweck kennst, weißt, welchen "belastungen" dein bauteil ausgesetzt ist, welche maßabweichungen tollerierbar sind und wie sicherheitsrelevant das beuteil ist, ob eine oberflächenhärte ausreicht usw, kannst du deine anfrage auch hier im forum gerne präzisieren wink
das "martensit zu grob-->zu weich" erschließt sich mir nicht.

gruß
Boromir
_________________
Gruß
Boromir Fischer

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samson



Anmeldedatum: 02.02.2010
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: So, 23. Okt, 2011 15:02    Titel:

Ich habe (zufällig) unter www.thyssenkrupp-schulte.de eine Abhandlung gefunden. Kurze Zusammenfassung (wie ich es verstanden habe): Martensit muss fein angeordnet sein um die max. Härte von 65 HRC zu erreichen. Dazu reicht ein C-Stahl unlegiert. Leg. Hartstähle sind nur härter weil im Martensit Carbide die Härte erhöhen.
Bin ich auf dem falschen Weg? Bin halt nicht der Stahlprofi.
Für Erläuterungen dankbar, samson
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Boromir



Anmeldedatum: 09.08.2007
Beiträge: 361
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: So, 23. Okt, 2011 20:09    Titel:

hab den text dort beim kurzen besuch der seite nicht gefunden, aber grundsätzlich hast du mit deiner aussage recht. das allerdings hilft dir noch nicht bei der auswahl des richtigen werkstoffs wink
wenn du das bauteil zb einem korrosiv beanspriuchter umgebung aussetzt und nicht den "richtigen" werkstoff wählst hast du schnell keine freude mehr daran. ebenso geht es weiter mit dem verschleiß, der schwingfestigkeit, sprödigkeit, hitzebeständigkeit usw.
ein überdimensionierten werkstoff ein zu setzen macht auch nicht immer sinn, vor allem nicht wenn mehr als ein teil daraus gearbeitet werden soll. ohne infos zum einsatzgebiet kann dir auch kein stahlhersteller einen "guten" werkstoff empfehlen.

gruß
_________________
Gruß
Boromir Fischer

- Metallographie Forum -
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Martin



Anmeldedatum: 19.07.2011
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: Do, 03. Nov, 2011 15:39    Titel:

Hallo,

Boromier hat schon recht :

Eine Stahlsorte sollte bestmöglich auf den Einsatz abgestimmt werden.
Es gibt einfach zu viele Faktoren um mit den wenigen Infos hier und
jetzt sagen zu können, welcher Stahl der richtige ist.

Eine Anmerkung möchte ich dennoch hier machen:

Wenn das einfach irgendeinen Bolzen ist der nix können muss
(außer eine verschleißfeste Oberfläche zu bieten), dann solltest
du darüber nachdenken, ob der Weg einen Stahl mit viel
Kohlenstoff zu wählen richtig ist.

Vieleicht kommst du viel besser bei der mechanischen Bearbeitung
hin, wenn du einen Einsatzstahl mit wenig C auswählst, und den dann
bei einer Härterei deines Vertrauens aufkohlen und härten lässt.
(Event. auch Carbonitrieren)

Vorteil: Einfache Bearbeitung, günstiges Material hohe Härte an der
Oberfläche ist kein Problem.
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Matthias1111



Anmeldedatum: 16.01.2009
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Fr, 04. Nov, 2011 07:45    Titel:

Hallo Samson,

der Weg, den Martin aufzeigt ist i.m.A. sehr günstig. Spontan würde mir da, da Du ja auch von der Bearbeitung auf einem Automaten geschrieben hast, ein Automatenstahl einfallen, z.B. 9SMn20 o.ä.. Lässt sich durch Einsatzhärten oder Carbonitrieren auf eine hohe Randhärte bringen und lässt sich eben gut auf einem Automat bearbeiten...

Gruß, Matthias
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