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Metallographie Forum Die Diskussionsplattform für Metallographie
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Dr.Str-Pharm
Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 126 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: Mi, 28. Jan, 2009 16:53 Titel: Guss mit extrem hoher Härte |
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Hallo zusammen,
Ist es möglich Gusseisen (Sandform) mit einer Härte von etwa 58-64 HRC herzustellen ? Wenn ja welches ? Sollte möglichst billig sein.
Ich persönlich glaube nicht eine so hohe Härte zu erreichen, zumindest nicht mit unseren Graugusswerkstoffen (und freiem Grafit) die wir selber gießen.
Ich tendiere eher zu einer Verschleißschutzschicht, welche Schicht liefert mir den so eine Härte? Nitrieren scheidet ja eher aus, da die Härte zu gering ist. Borieren liefert mir doch eine höhere Härte, wenn ich mich recht erinnere. Was gibt es denn noch ? Hab schon an DLC gedacht aber dann kann man das Ding gleich vergolden.
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Gruß ausm Ländle ! _________________ carpe noctem ! |
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sigmaphase
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 34 Wohnort: Baden
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Kaatz

Anmeldedatum: 06.08.2007 Beiträge: 247 Wohnort: Lette-Verein
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Verfasst am: So, 01. Feb, 2009 19:19 Titel: |
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@ sigmaphase:
Schalenhartguss kann man leider nicht als Sandguss herstellen.
@Dr.Str.Pharm:
GJS läßt sich ja vergüten, aber keine Ahnung, welche Härte sich dabei erreichen läßt???
Wir hatten mal Tiefziehringe (für Waschmaschinentrommeln) hier, die waren hauchdünn hartmetallbeschichtet (PVD -glaube ich- war das) und von so hoher Oberflächenhärte, dass sie mit der Säurefräse getrennt werden mußten. Geht es um Verschleißfestigkeit oder ist das Ziel was anderes?
Grüße aus Berlin,
P. Kaatz _________________ Administrator - Metallographie Forum - |
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Dr.Str-Pharm
Anmeldedatum: 11.08.2007 Beiträge: 126 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: Mo, 02. Feb, 2009 18:05 Titel: |
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mit Vergüten kommt man net hin, und wenn dann kommt nur ein Werkstoff ohne freien Grafit in Frage. Es geht prinzipell nur um Verschleiß. Beschichten ist einfach zu teuer, speziell PVD. Umschmelzen ist auch zu teuer
@sigmaphase: Ledeburitische Werkstoffe sind die einzigen die mir bis jetzt einfallen. _________________ carpe noctem ! |
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sigmaphase
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 34 Wohnort: Baden
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Verfasst am: Mo, 02. Feb, 2009 19:40 Titel: |
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Hi ,
bei Sandguß (Hartguß) wird zur Ezielung einer partiellen ledeburitischen Randschicht eine Abschreckplatte, auch Kühleisen genannt, eingebaut. Das genau meinte ich eigentlich mit der allgemeinen Aussage "Schalenhartguß", z. B. beginnend mit perlitischem Schalenhartguß (Perlit + Ledeburit M3C, kein Graphit). Dann weitergehend: Martensit + Ledeburit M3C, Martensit + Ledeburit (hochlegiert) : extrem harte Sonderkarbide M7C3.
Schalenhartguß muß also nicht zwingend nur in Kokille vergossen werden.
GGG70 wird (eigene Erfahrung) nach induktiver Härtung ca. 55-56 HRC hart (Streubreite: 50-60 HRC, je nach Graphitgröße und Ferritanteil: "Ochsenaugengraphit" bzw. Ferrithof). Bei Überhitzung (zuviel C in Lösung) verbleibt Restaustenit, GGG wird "weicher", Rißgefahr.
Bei bestimmten Verschleißbeanspruchungen (Zahnräder usw.) kann auch ADI benutzt werden, ist aber auch teuer, dafür verzugsarm.
Beim Laserumschmelzhärten kommt es manchmal zu Anrissen, je nach Lage der Risse tolerierbar.
Gruß SP
http://books.google.com/books?id=hXzmxfd5xcYC&pg=PA1123&dq=schalenhartgu%C3%9F++k%C3%BChleisen&hl=de |
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