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Nickel-Schweißnaht

 
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Mi, 22. Aug, 2007 14:19    Titel: Nickel-Schweißnaht

gegeben sei eine Rohr durch das 80°C warme 32%NaOH fließen soll.

Rohr1 soll mit Rohr2 korrosionsbeständig verbunden werden.

Rohr 1 Besteht aus 1.4462 (Duplex-Stahl)
Rohr 2 besteht aus 1.4563 (austenitischer Nirosta)

zur kontrolle welche Schweißverbindung die potentiale der beiden Rohre besser ausgleicht liegen 2 Schweißzusatzstoffe vor.

2.4653 (NiCr 28 Mo)
2.4831 (NiCr21Mo9Nb)


wie zum teufel ätze ich das am besten? tongue

so sehen die geschweißten Rohre aus:

Duplex-Stahl-Rohr1NiCr 28 Mo-Schweißnahtaustenitisches Nirosta-Rohr2

Duplex-Stahl-Rohr1NiCr21Mo9Nb-Schweißnahtaustenitisches Nirosta-Rohr2

wer auch immer nur die kleinste idee hat: her damit.
_________________
Gruß
Boromir Fischer

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Petra Kaatz



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BeitragVerfasst am: Mi, 22. Aug, 2007 19:31    Titel:

Was wurde denn schon so probiert?

V2A-Beize, BerahaII, KallingII, 20% Adler(nur 5 sek., wenn gar nichts anderes geht)??? juggle
Das wären so meine Vorschläge. cool

Gruß,
P. Kaatz
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Petra Kaatz
- Fachlehrerin - Technische Berufsfachschule - Lette-Verein
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Do, 23. Aug, 2007 09:27    Titel:

Petra Kaatz hat Folgendes geschrieben:
Was wurde denn schon so probiert?

V2A-Beize, BerahaII, KallingII, 20% Adler(nur 5 sek., wenn gar nichts anderes geht)??? juggle
Das wären so meine Vorschläge. cool

Gruß,
P. Kaatz


V2A-Beize ätzt nur den "Duplex" an (sieht aber schlecht aus)
kallings2 ätzt nur den "Nirosta" und ein wenig den übergangsbereich zur schweißnaht an. (die ätzung sieht furchtbar aus)

adler.. sehr gute idee. gut
beraha2 müsste ich ansetzen. mal sehen was das so bringt. melde mich zurück wenn die ergebnisse vorliegen.
danke bussi
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Gruß
Boromir Fischer

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Boromir



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BeitragVerfasst am: Do, 23. Aug, 2007 10:23    Titel:

wenn mit der adler-ätzung diese ätzung gemeint ist dann ätzt sie den nirosta schlecht an, den duplex nur teilweise (spaltkorrosion) allerdings musste ich auch gut 1 min ätzen.

bleibt noch behara2 und eine wilde kombo aus dem petzow mit eisessig.
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Gruß
Boromir Fischer

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Petra Kaatz



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BeitragVerfasst am: Do, 23. Aug, 2007 11:50    Titel:

Beraha ist `ne Farbätzung und müßte auf jeden Fall den Duplex-Stahl schön anfärben. Es bleibt dann wohl nix anderes als es nacheinander anzuätzen!?
Die Zusammensetzung von Adler kann ich erst morgen bei Lette gegenchecken, kommt mir aber wie dort angegeben fast harmlos vor.

Oder was ist elektrolytisch mit 10% Oxalsäure? wink

So long und nur den Mut nicht verlieren,

Petra Kaatz
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Petra Kaatz
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Mo, 27. Aug, 2007 15:49    Titel:

elektrolytisch ätzen... davor hab ich mich schon in meiner ausbildung gedrückt. warum sollte ich mich jetzt umentscheiden? tongue

hab mit einer wilden mischung aus beraha2 und eisessig, sowie salpetersäure eine ätzung hinbekommen die in kombination mit dem optischen ätzverfahren (90°versetzte polfilter, sowie lambda-plätchen) eine zumindest ausreichende ätzung lieferte.
anbei die bilder.


25:1


25:1

Nur der Austenit ist schlecht/nicht erkennbar. hab jetzt die 4 proben wieder ausgebettet und bette sie einzeln ein. anscheinend schützen sie sich gegenseitig vor der korrosion keks
_________________
Gruß
Boromir Fischer

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Kaatz



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BeitragVerfasst am: Mo, 27. Aug, 2007 19:16    Titel:

Hallo Boromir,

womit sind die Bilder denn aufgenommen? Das sieht so schön schräg beleuchtet aus und steht ganz schön im Relief! (Anmerkung: Wenn es zu stark auspoliert ist nach mehrmaligem Anätzen, dann muß noch mal abgeschliffen werden, sonst ätzt sich absolut nix mehr an.) schlaumeier
Sollen die Schweißungen nur makroskopisch dokumentiert werden? Dann würde ich es in jedem Fall noch mal -nach erneutem Schleifen und Polieren- mit "Adler" versuchen.
Unsere Adler besteht aus :

25ml aqua dest.
50 HCL (32%)
15g Fe(III)Cl
3g Diammoniumtetrachlorocuprat

Eine andere Möglichkeit ist auch noch "Vilella" (machen wir im Unterricht immer nicht gerne, weil da HCL und HNO3=Königswasser zusammen vorkommen)

45 ml Glycerin
30 ml HCL (32%)
15 ml HNO3 (65%)

frisch ansetzen, die Säuren schön langsam und nacheinander zum Glycerin dazugeben (Abzug!) schlaumeier und nach Gebrauch gleich entsorgen! Ätzdauer wird im Sekundenbereich bis zu Minuten angegeben?!
Was sagt denn die Chefin zu dem Problemchen? Oder ist das Ihre "Feuerprobe"? flaming devil

Viele Grüße,

P. Kaatz
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Dr.Str-Pharm



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BeitragVerfasst am: Mo, 27. Aug, 2007 22:50    Titel:

versuchs mit elektrolytischem ätzen, hab damit in meinem ersten praktikum in bezug auf hochkorrosionsbeständige schweißnähte (motorenbau) sehr gute erfahrungen gemacht.
Adler sollte auf jedenfall für die meisten hochlegierten Stähle reichen, würd mir aber Handschuhe dabei anziehen Razz

vilella hatte ich im metallographie praktikum an ner plattierten NI-Basis Schicht probiert, die Korngrenzen hat man ganz gut gesehen, das Ergebniss war rein optisch aber eher mittelmäßig (viele hässliche ätzflecken).

Probier die Adler, dann das elektrolytische und zu allerletzt vilella
_________________
carpe noctem !
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Di, 28. Aug, 2007 09:45    Titel:

die bilder sind im hellfeldmikroskop mit um 90° versetzte polfilter und zusätzlichem lambda-filter erstellt.

=http://www.mikroskopie-forum.de/read.php?1,3645,3658 hat Folgendes geschrieben:
a) Polarisator, drehbar über der Leuchtfeldblende gelagert,
b) Analysator stationär zwischen Tubus und Objektiv.
Mit einer Lambda- Platte zwischen Polarisator und Analysator im Strahlengang erhält man sehr schöne und aufschlußreiche Interferenzfarben. Ohne Objekt ruft die Lambda-Platte bei richtiger Orientierung ein kräftiges Rot hervor. Betrachtet man das Objekt, erhält man sehr schöne Interferenzfarben, die sich beim Drehen in bestimmten Grenzen verändern. Man erhält zwei Grenzwerte. Der eine liegt im gelben Bereich, der andere bei 90°-Drehung im blauen. Dazwischen, in den 45°-Bereichen nehmen die Kristalle die Farbe des Hintergrundes an.


Auspoliert ist es also nicht tongue (naja.. ein bisschen sad ) aber diesen effekt ruft hauptsachlich die lambda-platte hervor.
nunja. ich versuch es heute nachmittag nochmal mit dem neuen adler. vieleicht schwingt der die flügel besser Surprised
die chefin ist seit mai im urlaub. steh hier mit dem problem allein. aber probleme sind ja bekantlich dafür da gelößt zu werden. am besten in säure cool
vielen dank für die tipps. mach mich sogleich an die arbeit !


@martin: elektrolytisches ätzen ist mir eher zuwieder. diese schweinerei die dabei entsteht ist mir zuviel arbeit. aber els letzte alternative probier ich es!

hab die proben ja eh ausgebettet. bette sie jetzt einzeln ein und versuche es erneut!
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Gruß
Boromir Fischer

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Boromir



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BeitragVerfasst am: Di, 28. Aug, 2007 16:06    Titel:





nach etlichen versuchen mit den ätzungen hat die adler endlich reagiert. die beraha ätzte anschließend sogar die schweißnähte etwas an.

durch das (leider) zweimalige polieren auf ops hat sich jedoch ein starkes relief ausgebildet. ich wollte schon mit dem frustessen beginnen
(*edit: sobald die proben ausgespannt sind und unter dem mikroskop liegen muss bei der präparation wieder bei mindestens 220-er SiC begonnen werden. Es lebe die technologie steinigung ), aber der prof war so verzückt das ich ruhigem gewissens sagen kann: "es ist vollbracht"

danke für die hilfe & die tollen ratschläge!!! respekt
_________________
Gruß
Boromir Fischer

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Petra Kaatz



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BeitragVerfasst am: Fr, 31. Aug, 2007 08:06    Titel:

Aber da nicht für!!! Freut uns doch, wenn Sie erfolgreich waren! Zusammen kriegt man schon einiges mukkies
Also sehr gern geschehen und immer gerne wieder!

Liebe Grüße nach Hamburg fisch und schönes WE,

Petra Kaatz
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Petra Kaatz
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Werner



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BeitragVerfasst am: Do, 20. März, 2008 16:41    Titel:

Auch wenn ich mit diesem Beitrag etwas spät dran bin, man kann Nickellegierungen auch super mit einer Molybdänsäure kontrastieren.

100ml konz. Salzsäure
100ml konz. Schwefelsäure
100ml dest. Wasser
3g MoO3- Pulver

Ist übrigens eine super alternative zur „Kalling II“ ätzung.
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