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Präparation GGL

 
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Martina



Anmeldedatum: 16.12.2010
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BeitragVerfasst am: Do, 16. Dez, 2010 14:12    Titel: Präparation GGL

Hallo zusammen,

kaum angemeldet und schon die erste Frage wink

Ich versuche seit zwei Tagen GGL zu präparieren. Leider gelingt es mir nicht, alle Grafitlamellen zu erhalten. Ich habe schon verschiedenes probiert, habe ewig poliert, aber ich kriege es einfach nicht hin nix weiss . Gibt es den ultimativen Trick???? Oder wenigstens eine Richtung, wie ich die Präparation ändern sollte? Mehr oder weniger Kraft? Härteres oder weicheres Tuch? Längere oder kürzere Zeit?
Hier noch ein Bild vom bisher erzielten Ergebnis:

Ich freue mich über Hinweise!

Freundliche Grüße

Martina
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Kaatz



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BeitragVerfasst am: Do, 16. Dez, 2010 14:27    Titel:

Hallo Martina,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum und vielen Dank für deine nette Vorstellung unter 'wer macht was'. flower

Also soweit man das auf dem Foto erkennen kann, sieht der Graphit gar nicht mal so schlecht aus (nix verschmiert). Aber es stimmt schon: Mit dem Lamellengraphit ist es schon nicht so einfach, besonders, wenn die Lamellen so grob sind.
Wir schleifen immer mit SiC-Papier bis 600er oder 1000er und wenig Wasser. Evt. könnte auch ein Feinschleifen mit dem Schleifvlies 'Microcut' von Buehler hilfreich sein, auch mit wenig Wasser.
Zum Polieren ein Tuch nehmen, das keinen hohen Flor hat, damit man den Graphit nicht herauszieht (und nicht zu lange, mit wenig Druck und auch nicht zu nass polieren).
Nach unserer Erfahrung stellt jedoch das Schleifen das größere Problem für den Graphit dar.

Viel Erfolg und vielleicht möchtest du uns ja später mal von deiner erfolgreichen Präparation berichten?

Viele Grüße,

Petra Kaatz
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Administrator - Metallographie Forum -
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Martina



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BeitragVerfasst am: Do, 16. Dez, 2010 14:37    Titel:

Hallo Petra,

du schreibst:

Evt. könnte auch ein Feinschleifen mit dem Schleifvlies 'Microcut' von Buehler hilfreich sein, auch mit wenig Wasser.

Gibt's was vergleichbares von Struers?

Viele Grüße

Martina
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Kaatz



Anmeldedatum: 06.08.2007
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BeitragVerfasst am: Do, 16. Dez, 2010 14:58    Titel:

Meines Wissens nach nicht.

sad

Gruß,
Petra
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Fr, 17. Dez, 2010 02:25    Titel:

guten morgen,

ich empfehle ein schleifen bis 800-er mit normalem druck und ab 800 bis 1200 mit sehr wenig druck, und wie frau katz schon schrieb mit wenig wasser. hierbei kann man sich ruhig etwas zeit lassen und rund 5 min schleifen. beim polieren lasse ich 6µm aus und poliere direkt auf 3µm. anschließend nur wenn es wirklich nötig sein sollte sehr sehr kurz auf 1µm polieren. ich empfehle hierbei eine politur mit polykristaliner diamantpaste und wenig lubrikant. eine "fertige" mischung von diamanten mit lubrikant kann ich hier nicht empfehlen.
auch von eine maschinellen präparation würde ich abraten.

gruß
boromir
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Gruß
Boromir Fischer

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Martina



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Beiträge: 11
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BeitragVerfasst am: Fr, 17. Dez, 2010 07:18    Titel:

Hallo Boromir,

heißt das, dass ich eigentlich schon nach dem Feinschleifen auf 1200 (Diamant oder SiC?) einen Zustand errreicht haben muss, wo die Lamellen unbeschädigt vorliegen? Ich müsste also jetzt nochmal zurück zum Feinschleifen und kontrollieren, ob die Lamellen erhalten bleiben, oder?
Was genau bewirkt die Anwendung von wenig Wasser bzw. wenig Lubrikant?
Warum rätst du von maschineller Präparation ab?

Viele Grüße

Martina
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Fr, 17. Dez, 2010 09:34    Titel:

guten morgen,

ich schleife bis 1200-er nur mit SiC. Wie kann ich mir ein Schleifen mit Diamanten vorstellen?
ja, ich würde erneut feinschleifen, am besten bei 800-er beginnen, mit nicht so viel druck.
durch wenig schmiermittel ist der abtrag agressiver, heisst das verhältnis von schmiermittel zu diamanten ist geringer. dadurch wird die probe schneller wärmer (reibungswärme) allerdings ist der abtrag höher.
durch zu lange polierzeiten wird der graphit regelrecht herraus gerissen und bei den entstandenen fehlstellen werden die kanten abgerundet, sodass die lamelle im limi viel größer erscheint, als sie wirklich ist. gefördert wird das durch ein besonders weiches tuch. daher hartes tuch und kurze polierzeit.
das ich die maschinelle präparation ablehne hat eher persönliche gründe wink die investierte zeit ist dort wesentlich höher bei gleichem (oder schlechterem) ergebnis.

gruß
Boromir
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Gruß
Boromir Fischer

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Martina



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BeitragVerfasst am: Fr, 17. Dez, 2010 11:32    Titel:

Hallo,

Wie kann ich mir ein Schleifen mit Diamanten vorstellen?

Geht zum Beispiel hiermit: http://www.struers.com/resources/elements/12/134583/MD_piano_A4flyer_DE.pdf

durch zu lange polierzeiten wird der graphit regelrecht herraus gerissen und bei den entstandenen fehlstellen werden die kanten abgerundet, sodass die lamelle im limi viel größer erscheint, als sie wirklich ist. gefördert wird das durch ein besonders weiches tuch. daher hartes tuch und kurze polierzeit.

Tja, ich habe jetzt den ganzen Vormittag mit dieser Geschichte zugebracht, aber es hat nicht funktioniert sad . Nach dem Feinschleifen (SiC-Papier #1200) war ich noch recht optimistisch:



Nach dem Polieren mit 3µm-Diamantpaste, mit wenig Lubrikant, wenig Druck, 2 min, auf nicht zu weichem Tuch sieht es so aus:



Mit der 1µm-Politur habe ich dann zwar noch Kratzer beseitigen können, aber die Lamellen waren weiterhin schlecht.

Werde das ganze aufs neue Jahr vertagen...

Trotzdem vielen Dank,

Martina
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Sa, 18. Dez, 2010 12:20    Titel:

hallo,

dem ersten bild nach zu urteilen präparierst du doch maschinell?!

laut struers sollte es maschinell so gehen:

schleifen auf MD-Piano 220 mit 180N bis plan
läppen auf MD-Allegro (9µm) 180N, 4 minuten
polieren auf MD-Dac, 3µm, 180N, 3 min
feinstpolieren mit MD-Chem und OP-A, 90N, 2 minuten

gruß

p.s.: wusste garnicht das die piano scheiben mit diamanten bestückt sind. habe mich da grade belesen und es ist wirklich so. very strange
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Gruß
Boromir Fischer

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Martina



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Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: Di, 21. Dez, 2010 10:47    Titel:

Hallo,

ja, ich präpariere meistens maschinell. Hab's im ersten Anlauf auch so gemacht, wie Struers es vorschlägt, wobei ich mich an den Empfehlungen in der Extra-Anleitung zum Gusseisen orientiert habe. Da heißt es:

SiC #220 bis plan
MD-Largo 9 µm
MD-Dac 3 µm
MD-Nap 1 µm und optional
MD-Chem mit OP-S

Mit der Oxidpolitur habe ich aber ein Relief erzeugt und damit die ganze Probe verdorben.

Alles Abwandeln und Herumprobieren hat nichts geholfen, auch deine Empfehlungen nicht sad . Ich werd's weiter versuchen und dann berichten.

Gruß

Martina
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Dr.Str-Pharm



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BeitragVerfasst am: Do, 23. Dez, 2010 12:55    Titel:

Hallo Martina,

folgende Präparationen sollten bei GGL gut funktionieren. Da ich nicht weiss in welcher Form und Grösse deine Proben vorliegen, wirst du die Polierzeiten und evtl. die Drücke verändern müssen. Ich gehe daher immer von einem eingebetteten Schliff aus (1"-2" OD).

1. SiC 220 @ 30N (pro Probe); Disk and Holder Rotation: 300/150
Schleifen bis plan; Gleich- oder Gegenlauf
2. MD-Largo @ 30N (pro Probe); 9µm; Disk and Holder Rotation: 150/150
5-7 Minuten feinschleifen im Gleichlauf
3. MD-DAC @ 30N (pro Probe); 3µm; Disk and Holder Rotation: 150/150
4. MD-NAP @ 25N (pro probe); 1µm; Disk and Holder Rotation: 150/150
2-3 Minuten polieren im Gleichlauf

Alternativ geht auch das hier:
1. P220 @ 40N bis Plan
2. P320 @ 30N 30-60 sec
3. P500 @ 30 N 30-60 sec
3. P1200 @ 30 N 30-60 sec
3. P2400 @ 30 N 30-60 sec
4. Polieren auf MD-Dur im Gleichlauf bei 150/150 U/min für 4-5 Minuten bei 30N und mit 6µm Suspension/Paste
5. Polieren auf MD-Dach im Gleichlauf bei 150/150 U/min für 2-3 Minuten bei 25N und mit 1 µm Suspension/Paste
6. Endpolitur auf MD-Chem bei 10 N im GEGENLAUF für 30-60 Sekunden

Du solltest beim OPS polieren eher kürzer als länger polieren. Würde mich in 10Sekunden Schritten langsam herantasten. Mit Methode 1 habe ich sehr gute Erfahrung gemacht.

Gruss

M.
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carpe noctem !
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