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Rat zu Gefügeausbildung

 
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Tjalf



Anmeldedatum: 13.01.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Do, 13. Jan, 2011 15:28    Titel: Rat zu Gefügeausbildung

Hallo an alle.

Ich habe eine Frage zu folgender Gefügeausbildung.
Es handelt sich um einen 18CrNiMo6 einsatzgehärtet und angelassen.
Dies ist ein Oberflächenschliff direkt am Bauteil.
Bei einer zusätzlichen Probe sind diese Erscheinungen ausschliesslich am Rand aufgetreten.

78242_16561_200x_2.jpg (631 KB)


78242_16561_500x_2.jpg (594 KB)


Ich danke schonmal im voraus für jede Hilfe.
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Canadien77



Anmeldedatum: 28.08.2007
Beiträge: 317
Wohnort: Blaustein

BeitragVerfasst am: Do, 13. Jan, 2011 16:44    Titel:

Wie wurde der Schliff geätzt?

Mein erster Verdacht (aber nur Verdacht!) ist eine Überkohlung, so dass sich schon Zementit gebildet hat. Aber das ist nur ein Verdacht.
_________________
In den meisten Fällen ist Diffusion die richtige Antwort. Sollte dem nicht so sein, so kann man durch Zulegieren von Mangan alles retten. Auf jeden Fall, Rekristallisation ist nicht immer die Antwort auf alle Fragen.
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Tjalf



Anmeldedatum: 13.01.2011
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Fr, 14. Jan, 2011 07:03    Titel:

Hi, danke für die schnelle Antwort.
Geätzt wurde mit Nital.

Zuviel Kohlenstoff ist eigentlich auszuschliessen da dies überprüft wurde.
Spectralanalyse ergab 0,65%C.

Weitere Besonderheit ist, dass diese Erscheinung bei den Teilen oben im Ofen (beim Härten), besonders stark ausgeprägt ist.
Die Teile im unteren Bereich sind weniger davon betroffen.
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Matthias1111



Anmeldedatum: 16.01.2009
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Fr, 14. Jan, 2011 15:41    Titel:

ich würde mal auf Randentkohlung durch VErzubderung tippen, es könnte sein, dass bei der Präparation die Zunderschicht nicht richtig abgearbeitet wurde. Wenn ich die Präparation richtig verstehe, handelt es sich ja um eine Präparation direkt am Bauteil.
Diese oberflächliche Kohlenstoffarmut würde man durch Spektralanalyse, also eher 'makroskopische' Analyse, nicht feststellen können.

Wenn Du einen Querschliff machen kannst, könntest Du am Härteverlauf eventuell einen Anstieg der Härte zum Werkstückinneren feststellen. Aber ist schwer, da die Verzunderung, je nach Austenitisierungsdauer, nicht so fürchterlich tief gehen wird...
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Kaatz



Anmeldedatum: 06.08.2007
Beiträge: 247
Wohnort: Lette-Verein

BeitragVerfasst am: Fr, 14. Jan, 2011 16:17    Titel:

Ich würde Matthias zustimmen und - falls das Teil unter irgendeinen Härteprüfer passt - in den hellen (und vermutlich weicheren) Partien mal die Härte bestimmen und in den dunkleren dann auch. Die dürften dann etwas härter sein.

LG,
P. Kaatz
_________________
Administrator - Metallographie Forum -
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