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steel grade 215 per SAE J403 -> HILFE

 
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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Mo, 28. März, 2011 13:09    Titel: steel grade 215 per SAE J403 -> HILFE

Hallo. ich habe ein Datenblatt bekommen, auf dem folgendes Material für mein Gewinde notiert ist. Ich habe mittlerweile auch die Zusammensetzung rausbekommen, weiß aber immer noch nicht, um was für einen Stah es sich handelt. Kann mir Jemand helfen?????
G12150; C=0.09%; Mn=0.75-1.05; P=0.04 - 0.09; S=0.26 - 0.35
Vielen Dank für die Hilfe! Gruß
Sonja aus Berlin
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Matthias1111



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BeitragVerfasst am: Mo, 28. März, 2011 17:32    Titel: G12150 = 1.0736 ?

ich denke, dass es der 1.0736 ist:

Automatenstahl 11SMn37/9SMn36

Gruß, Matthias
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Mo, 28. März, 2011 18:01    Titel:

der UNS G12130 (Unified Numbering System for Metals and Alloys)
entspricht in etwa dem
1.0715 (11SMn30) oder auch dem
1.0736 (11SMn37)
da dein schwefelgehalt zwischen 0.26-0.35% liegt würde ich auf den 11SMn30 tippen. jedoch scheint mir hier ein bisschen zu wenig Mn enthalten zu sein, das es eventuell doch in richtung des 11SMn37 geht.
in beiden fällen unlegierter qualitätsstahl der (mit dem ca. 1% Mn) sehr gut als Automatenstahl geeignet ist (Spanbrecher)

Hilfe für dich:
http://www.saarstahl.de/fileadmin/saarstahl_extranet/images/04_produkte/walzstahlsorten/deutsch/0736_11SMn37.pdf
http://www.saarstahl.com/fileadmin/saarstahl_extranet/images/04_produkte/walzstahlsorten/deutsch/0715_11SMn30_9SMn28.pdf

gruß
Boromir
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Gruß
Boromir Fischer

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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Mo, 28. März, 2011 20:13    Titel:

Super!!!! Ich danke Euch!!!
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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Di, 29. März, 2011 14:57    Titel:

Ich bin doch noch nicht ganz fertig....wenn es sich um einen 1.0736 oder 1.0715 handelt, dann sollte der C Gehalt um 0,08% liegen. Wenn ich mir aber das Bil in der 100fachen Vergrößerung anschaue, schätze ich, dass es mindestens 0,2%C sind, oder?????
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Di, 29. März, 2011 19:09    Titel:

zwar sollte man hier das eisen kohlenstoff diagramm nicht mehr anwenden, da bereits legierungszusätze enthalten sind, jedoch wirken sie die vorhandenen (meines wissens) nicht so stark auf doe perlitbildung aus. es scheint mir in der tat reichlich perlit vor zu liegen. auch vermisse ich die typischen mangansulfidzeilen. waren sie um ungeätzten zustand erkennbar?
stammt das bild aus einem gewalzten schraubengewinde(o.ä.)?

grüße
Boromir
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Gruß
Boromir Fischer

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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Di, 29. März, 2011 20:54    Titel:

Hallo,
es waren vereinzelt Mangansulfide vorhanden. Auf der Seite metallograf.de habe ich mir mal Bilder von dem 1.0715 angeschaut. So viele Sulfide waren bei weitem nicht vorhanden. Ich stelle jetzt langsam die Legierung in Frage.....Spektralanalyse? Oder hast Du eine andere Idee? Danke und Gruß aus Berlin
Sonja Razz
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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Di, 29. März, 2011 21:06    Titel:

Hier noch ein Bild in 200facher Vergrößerung...also wirklich nur ganz vereinzelte Sulfide.....
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Kaatz



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BeitragVerfasst am: Mi, 30. März, 2011 20:13    Titel:

Hallo Fr. Oppert,

Diese beiden Bilder passen sicher nicht zu diesen Angaben:
Zitat:
G12150; C=0.09%; Mn=0.75-1.05; P=0.04 - 0.09; S=0.26 - 0.35


...weder die Menge der MnS noch der C-Gehalt/Perlitanteil* am Gefüge.
* sieht für mich auch eher nach Bainit aus.

LG,

Petra Kaatz
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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Do, 31. März, 2011 08:13    Titel:

Hallo Frau Kaatz,
ist aber tasächlich Perlit (erste Ätzversuche nach laaaaanger Zeit -> etwas überätzt). Bei einer 500 fachen Vergrößerung sieht man, dass es sich um einen feinlamellaren Perlit handelt. Also doch eine Spektralanalyse??? Gruß
Sonja
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Matthias1111



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BeitragVerfasst am: Do, 31. März, 2011 08:22    Titel:

Hallo,

bei dem C-Gehalt ist sicher viel weniger Perlit zu erwarten. Ohne eine Analyse wird man hier nicht viel weiterkommen...die Zeugnisse vom Lieferanten sind ja leider nicht immer so ganz richtig... cry

Viele Grüße, Matthias
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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Do, 31. März, 2011 13:34    Titel:

Hallo,
da bei diesm Gewindeeinsatz doch so ziemlich viel fehlerhaft ist...nun meine nächste Frage....
....an den Gewindespitzen ist so eine Art "Lochfraß". Am Gefüge ist nichts zu erkennen. Als Hintergrund: die Teile sind Fe/Zn5 verzinkt, Trommelware nach ISO 2081. Zn- Schicht finde ich an den jeweils zwei aussenliegenden Gewindegängen, innen natürlich nichts. Hat Jemand eine Idee, wie dieser "Lochfraß" zustande kommt???
Ist doch ein schöner Schliff für die Schüler, oder Frau Kaatz? wink

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Kaatz



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BeitragVerfasst am: Do, 31. März, 2011 16:26    Titel:

Na, danke für das Angebot! Die haben heute einen 'Schnellschliff' - Schadensfall machen dürfen, das hätte da glatt gepasst! cool
Eine der Proben zeigt tatsächlich etwas ähnliches wie bei dieser hier: Lochfrass an einem kaltverformten Blech an der Innenseite des gebogenen Winkels...mal sehen, was dem Schüler dazu eingefallen ist?

LG,

Petra Kaatz
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Boromir



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BeitragVerfasst am: Do, 31. März, 2011 17:55    Titel:

gruselig....
zur ersten frage: ja spectro wenn möglich machen!

zum gewinde...
herstellungsmöglichkeiten gibt es nicht so viele. walzen und rollen fallen aus da hier ein innengewinde vorliegt. geschnitten sieht es nicht aus, dafür ist zu viel verformung im gewindeinnendurchmesser. leider kenne ich mich auf dem gebiet nicht so gut aus, die einzigen gewindeeinsätze die ich kenne sind helocoils. sad
ich hoffe die teile sind nicht "neu" bzw frisch angeliefert, sondern betriebsnbeansprucht. das durch verformung solche überlappungen entstehen können halte ich für nicht plausibel. vielleicht wurde das gewunde auch durch gewindefurchen hergestellt. in jedem fall aber weitestgehend spanlos.
auch wundern mich die oxyde in den "löchern"
in welchem medium wurden die gewindeeinsätze eingesetzt, welche temperaturen, welche schraube (werkstoff) und welche betriebszeit hatte das teil? wirklich die lösung sehe ich im moment nicht...

gruß
Boromir
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Gruß
Boromir Fischer

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SonjaOppert



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BeitragVerfasst am: Fr, 01. Apr, 2011 11:57    Titel:

Hallo,

es handelt sich bei diesem Teil um ein Anschlussstück für drei Phasen einer elektrischen Maschine. Hergestellt und geliefert aus China. Es ist tasächlich so, dass die Innengewinde gerollt sind. Meine Freundin arbeitet bei INA und sie sagte mir, dass sie öfter Teile mit gerolltem Innengewinde hat. Anhand des Gefüges kann man auch erkennen, dass nicht geschnitten wurde.
Ich wünsche erstmal ein schönes Wochenende.....Gruß aus Berlin
Sonja
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