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Metallographie Forum Die Diskussionsplattform für Metallographie
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freddie
Anmeldedatum: 11.04.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: So, 11. Apr, 2010 16:10 Titel: Unterscheidung "Lufthärter" - "klass. Vergütu |
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Hallo!
Vielleicht können die Mitglieder dieses Forums mir helfen, folgende Frage zu beantworten.
Ist es möglich das Gefüge eines angelassenen, lufthärtenden Stahls von dem eines klassisch vergüteten Stahls zu unterscheiden?
Spitze wäre es auch, wenn jemand Beispiele für die entsprechenden Gefüge hätte.
Schon mal danke für eure Hilfe!
Grüße, freddie |
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Kaatz

Anmeldedatum: 06.08.2007 Beiträge: 247 Wohnort: Lette-Verein
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Verfasst am: So, 11. Apr, 2010 22:44 Titel: |
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Hallo Freddie,
dies ist noch keine Antwort auf deine Frage, aber ich habe sie in diese Rubrik verschoben, hier passt sie besser hin.
Gruß,
P. Kaatz _________________ Administrator - Metallographie Forum - |
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freddie
Anmeldedatum: 11.04.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: Mo, 12. Apr, 2010 05:09 Titel: |
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Servus!
Schade, dass es keine Antwort ist - trotzdem danke!
Grüße, f. |
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Canadien77

Anmeldedatum: 28.08.2007 Beiträge: 317 Wohnort: Blaustein
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Verfasst am: Mo, 12. Apr, 2010 16:47 Titel: |
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Bitte präzisiere deine Frage.
Was verstehst du unter einem klassisch vergüteten Stahl? Einen unlegierten Stahl wie den C45, oder einen 115 Cr V 3, den man in Öl härten kann? Letztlich und endlich kann auch ein Lufhärter "klassisch vergütet" sein, denn der Ausdruck Abschrecken sagt in meinen Augen nicht explizit aus, dass das Abschrecken in Wasser oder gar flüssigen Stickstoff stattfand.
Und über welche Anlassstufe sprichst du? Denn es macht schon einen gewaltigen Unterschied ob ich beim Anlassen in der Stufe 1 bleibe oder ihn nochmals auf ca. 700°C hochheize.
Danke für weitere Informationen.
Canadien77 _________________ In den meisten Fällen ist Diffusion die richtige Antwort. Sollte dem nicht so sein, so kann man durch Zulegieren von Mangan alles retten. Auf jeden Fall, Rekristallisation ist nicht immer die Antwort auf alle Fragen. |
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freddie
Anmeldedatum: 11.04.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: Di, 13. Apr, 2010 06:17 Titel: |
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Was ich meine, ist:
ist es möglich das Gefüge eines Stahls, höher legiert, der in Öl abgeschreckt und angelassen wurde und dem eines noch höher legierten "Lufthärters", der angelassen wurde, unterscheiden kann.
Und mit unterscheiden meine ich, dass ich nicht eine TEM-Untersuchung machen möchte, sondern maximal ein REM zur Verfügung steht.
Ich habe mich mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich die Lattenstruktur unterscheidet, weil aufgrund der fehlenden Wärmebehandlung, vermutlich auch die Korngröße unterschiedlich ist.
Gruß, freddie |
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Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Di, 13. Apr, 2010 07:08 Titel: |
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ich denke nicht, da beim anlassen keine kristalline veränderung stattfindet, und der einzige unterscheid (ausser der chemischen zusammensetzung und der damit verbundenen möglichkeit eines anderen gefügebildes, was ich aber außen vor lasse) die abschreckgeschwindigkeit ist. die ehemaligen Austenitkorngrenzen beinflussen die korngröße. und die sollte bei beiden gleich sein (gleiche bedingungen vorrausgesetzt) wird der stahl nun abgeschreckt muss die kritische abkühlungsgeschwindigkeit erreicht werden um das gefüge komplett martensitisch um zu wandeln. da aber die "nase" des ZTU-diagramms bei höher legierten stählen etwas weiter "rechts" (in richtung verlängerter zeiten) gerückt ist, wird sowohl beim "lufthärter" die kritische abschreckgeschwindigkeit eingehalten, als auch beim höher legierten "ölhärter" Vkrit eingehalten (da da ja die nase weiter rechts ist, und damit mehr zeit bleibt um sie noch nicht zu durchlaufen).
oder habe ich da einen denkfehler?
Boro _________________ Gruß
Boromir Fischer
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Canadien77

Anmeldedatum: 28.08.2007 Beiträge: 317 Wohnort: Blaustein
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Verfasst am: Di, 13. Apr, 2010 15:52 Titel: |
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Wenn beide Stähle mit der gleichen Temperatur angelassen werden, wird der Lufthärter viel mehr Doppel-, Misch- und Sondercarbide aufweisen als ein Ölhärter. Diese werden sich allerdings eher globular als lamellar ausscheiden, auch wenn sie mehr Zeit zur Diffusion haben (da sie sich beim Austenitisieren nicht im Austenit lösen und daher in fast unveränderter Form des Ausgangszustandes (Weichgeglüht) vorliegen).
Es kann sein, dass der niedriglegiertere Stahl eher noch an das thermodynamische Gleichgewicht herranreicht als sein Gegenspieler, da die Legierungselemente die Temperaturen der Anlassstufen verändern. Das ist dann jedoch eine eher subjektive Interpretationsgeschichte.
Einfachste Methode wäre von den beiden Gefügen eine schöne EDX-Analyse zu machen und so die ungefähre Zusammensetzung der Stähle herauszukitzeln, weil unter alles andere würde ich nicht meine Unterschrift setzen... _________________ In den meisten Fällen ist Diffusion die richtige Antwort. Sollte dem nicht so sein, so kann man durch Zulegieren von Mangan alles retten. Auf jeden Fall, Rekristallisation ist nicht immer die Antwort auf alle Fragen. |
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