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Metallographie Forum Die Diskussionsplattform für Metallographie
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S.Herleth
Anmeldedatum: 08.08.2007 Beiträge: 23 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mo, 13. Aug, 2007 10:53 Titel: Vernickelt oder Versilberte Kupferkabel? |
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Hallo
Gibt es ein einfaches Verfahren herauszufinden ob ein Kabel versilbert oder vernickelt ist? Wir haben kein Labor und wollen auch kein Labor mit der Bestimmung beauftragen.
Farblich könnte beides in frage kommen.
Gruß
Sebastian Herleth _________________ Arbeitgeber: EAW-Relaistechnik
Aufgabengebiet: Entwicklung/Konstruktion
Abschluß am Lette-Verein Juli 2000 |
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Lieblingslegierung

Anmeldedatum: 16.07.2007 Beiträge: 18 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mo, 13. Aug, 2007 12:09 Titel: |
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Hallo Sebastian Herleth,
vielleicht könnte man das über die Anätzbarkeit herausfinden?
Ni und Ag sollten auf verschiedene Sachen reagieren, da sie ja recht unterschiedliches elektrochemisches Potential haben.
In meinem "ollen Schumann" stehen leider nur ganz grausliche Vorschläge drin...und mein Ätzheeft liegt grad auf der Arbeit (und ich habe noch Urlaub), darum sind hier jetzt keine Vorschläge möglich, sorry.
Gruß,
Lieblingslegierung _________________ Erkläre mir - und ich vergesse, zeige mir - und ich erinnere, lass es mich tun - und ich verstehe. (Konfuzius) |
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Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mo, 13. Aug, 2007 13:30 Titel: |
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gibt sicher mehrere möglichkeiten.
Die sicherlich einfachste schwebt mir grade vor. Reagiert Silber mit Schwefelwasserstoff aus der Luft bildet sich an der Oberfläche Silbersulfid und es läuft schwarz an. oft wird allerdings eine dunne lackschicht aufgebracht um das silber vor dem anlaufen zu schützen. durch feines schleifpapier lässt sich das sicherlich verhindern. wie lange die reaktion mit reinem schwefelwasserstoff braucht weiß ich leider nicht. alternativ kann ich ja mal ein paar makroätzungen aus dem "petzow" raussuchen. eine andere idee wär die flammprobe. bestimmt lässt sich das material an der flammfarbe bestimmen. leider hab ich darüber aber nix gefunden.
lg
boromir
*edit: bei beiden metallen wird verdünnte salpetersäure zum ätzen verwendet. Für Silberlote gibt es verschiedene ätzmittel.
Wichtig: bei der Ätzung Agm6 ist zu beachten, das das Ätzmittel nicht aufbewart werden darf. Es können sich gefährliche Verbindungen bilden die Explosiv oder andersartig äußerst Laborschädigend sind
weitere infos zb. hier: Wikipedia _________________ Gruß
Boromir Fischer
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Patrick Schüle

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 37 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mo, 13. Aug, 2007 17:13 Titel: |
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| Boromir hat Folgendes geschrieben: | bestimmt lässt sich das material an der flammfarbe bestimmen. leider hab ich darüber aber nix gefunden.
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...ist nicht unbedingt gesund. Ausserdem könnte das knapp werden mit dem Temp.-Bereich eines Bunsenbrenners (bezieht sich auf das Nickel, beim Silber ist es wohl eher kein Problem).
P.S. Man munkelt das Ni ferromagnetisch ist  |
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Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Di, 14. Aug, 2007 10:33 Titel: |
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| Patrick Schüle hat Folgendes geschrieben: | P.S. Man munkelt das Ni ferromagnetisch ist  |
hm. Nickel ist schwach ferromagnetisch. wenn man jetzt dazu bedenkt das das kupferkabel mit einer (galvanischen?) schicht bedeckt ist die, da sie hauptsächlich zur verbesserung der leitfähigkeit beiträgt, unter 50µm dick ist, ist die warscheinlichkeit des nachweises mit einem "kühlschrank-magneten" sehr unwarscheinlich.
folgendes hab ich allerdings noch gefunden:
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Nickel wird von nicht oxidierenden Säuren nur langsam angegriffen, selbst durch Salpetersäure erfolgt kein Angriff, denn infolge von Passivierung bildet sich auf der Oberfläche eine dünne Oxidschicht. Verdünnte Salpetersäure greift Nickel sofort unter Bildung von Wasserstoff und dem Nitrat an.(Quelle: http://www.school-scout.de/paetec_14153.cfm )
Silber löst sich nur in oxidierenden Säuren, wie beispielsweise Salpetersäure, in nichtoxidierenden Säuren wie Salzsäure ist es nicht löslich. In konzentrierter Schwefel- und Salpetersäure löst sich Silber nur bei erhöhten Temperaturen, da es durch Silbernitrat und -sulfat passiviert ist.(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Silber#Chemische_Eigenschaften )
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Resumee: man verwende unverdünnte salpetersäure. löst sich die dünne schicht auf, handelt es sich um Silber. löst sie sich nicht auf handelt es sich um Nickel.
zu beachten ist das das infos aus dem internet sind, und wie wir alle wissen ist 9% was im internet steht ungenau/falsch
außerdme ist zu beachten das es sich bei der versilberung warscheinlich um ein Silberlot handelt. Silberlot besteht nicht nur aus silber sondern auch aus bis zu 30% Kupfer und 10%Zinn oder Zink.
in der regel werden kupferdrähte nur versilbert wenn die sehr teure, aber optimale leitfähigkeit verlangt wird.
die warscheinlichkeit das sie vernickelt oder sogar nur verzinnt sind (zinn=sehr weich) ist relativ hoch, wenn sie preiswert sind. meines achtens ist Silber das zurzeit auf dem markt am besten leitende material.
die materialspezifische Leitfähigkeit kann man überall im internet nachschlagen.
lg und hoffend auf rückmeldung _________________ Gruß
Boromir Fischer
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S.Herleth
Anmeldedatum: 08.08.2007 Beiträge: 23 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Di, 14. Aug, 2007 11:05 Titel: |
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Hallo @ all
Vielen dank für die Infos.
Das Problem mit den Ätzungen ist das, dass wir keine Säuren in Haus haben, da wir wie gesagt kein Labor haben.
Versilbert oder Vernickelt ist die Leitung auf jeden fall das sie für den Hochtemperaturbereich (ca. 200°C) gedacht ist und mit PTFE ummantelt ist.
Gruß
Sebastian Herleth _________________ Arbeitgeber: EAW-Relaistechnik
Aufgabengebiet: Entwicklung/Konstruktion
Abschluß am Lette-Verein Juli 2000 |
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Boromir

Anmeldedatum: 09.08.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Di, 14. Aug, 2007 12:49 Titel: |
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- ätzen (fällt weg wegen fehlender ätzmittel)
- silberbromid ausfällen (fällt weg wegen fehlender ätzmittel)
- magnetismus von Nickel (fällt weg wegen zu geringer nachweißgrenze)
- An der luft mit Schefelwasserstoff reagieren lassen (dauert lange, fällt weg)
- brennfarbe bestimmen (leider habe ich nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden)
- Kosten
jeder kennt den metallischen beigeschmack von "omas bestem silberbesteck". soweit ich weiß ist nickel geschmacksneutral. versuch macht klug
zu der frage ob es ein einfaches testverfahren zur bestimmung von Nickel/Silberbeschichtungen gibt, ohne ein laboratorischen aufbau zu benutzen, kann ich zurzeit leider nur mit Nein beantworten. ich lass mich gerne umstimmen.
die frage ob man nickel/silber mit der brennfarbe bestimmen kann ist ja auch noch unbeantwortet.
eine idee wäre es in einer goldschmiede bzw. einem schmuckgeschäft nach zu fragen. schließlich ist das materie mit der sie normalwerweise umgehen.
alternativ fragt man den netten metallografen von nebenan oder versendet es mit einem besonders lieben gruß an den lette verein mit der bitte es von einem flinken schüler untersuchen zu lassen.
auf antwort hoffend _________________ Gruß
Boromir Fischer
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Petra Kaatz

Anmeldedatum: 08.08.2007 Beiträge: 68 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Di, 14. Aug, 2007 15:24 Titel: |
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Stimmt Boromir kennt sich gut aus bei uns...
Das ist die pragmatischste Lösung:
Schnell mal ein Stück Kabel an Lette-Metallo gesand und dann hoffen, dass die Ferien demnächst vorbei sind und Fr. Jeschke schon REM-Entzugserscheinungen hat...
Aber mal im Ernst: Wenn es überhaupt nicht anders geht und es wirklich nur festzustellen ist, ob Ni oder Ag, und die Probenvorbereitung ohne Aufwand ist, dann steckt die Kollegin es auch schon mal so in die EDX. Wir sind aber erst ab Fr. 24.8.07 wieder on board.
Gruß,
Petra Kaatz _________________ Petra Kaatz
- Fachlehrerin - Technische Berufsfachschule - Lette-Verein |
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S.Herleth
Anmeldedatum: 08.08.2007 Beiträge: 23 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mi, 15. Aug, 2007 05:52 Titel: |
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| Petra Kaatz hat Folgendes geschrieben: | Stimmt Boromir kennt sich gut aus bei uns...
Das ist die pragmatischste Lösung:
Schnell mal ein Stück Kabel an Lette-Metallo gesand und dann hoffen, dass die Ferien demnächst vorbei sind und Fr. Jeschke schon REM-Entzugserscheinungen hat...
Aber mal im Ernst: Wenn es überhaupt nicht anders geht und es wirklich nur festzustellen ist, ob Ni oder Ag, und die Probenvorbereitung ohne Aufwand ist, dann steckt die Kollegin es auch schon mal so in die EDX. Wir sind aber erst ab Fr. 24.8.07 wieder on board.
Gruß,
Petra Kaatz |
Hallo und guten Morgen Frau Kaatz
Vielen Dank für das Angebot, aber so wichtig ist es nicht. Vielleicht nehme ich mal ein Stück mit wenn ich eh mal wieder im Lette-Verein bin und etwas Untersuchen lasse oder nen Schliff herstelle.
Als ich versilbert gelesen hab muste ich nur an den Silberlöffel denken mit dem man kein Ei essen soll da es ansonsten komisch schmeckt und das Silber anläuft.
Da vernickelt eine Sonderausführung bei dem Hersteller ist und wir keinen Grund dafür sehen warum wir mal ein vernickeltes Kabel bestellt haben sollten gehen wir davon aus das es versilbert ist. Wir haben viele versilberte Kabel, aber noch kein vernickeltes.
Gruß
Sebastian Herleth _________________ Arbeitgeber: EAW-Relaistechnik
Aufgabengebiet: Entwicklung/Konstruktion
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Eitner
Anmeldedatum: 07.08.2007 Beiträge: 10 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mi, 15. Aug, 2007 14:27 Titel: |
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Hey Basti!
Auch von mir das Angebot, daß ich bei mir im Labor schnell einen Tropfen Salpetersäure drüberträufel - dann löst sich Nickel so ekelhaft grünlich ab.
Dann ist zumindest klar, ob Du da wirklich Nickel drauf hast (hattest)! _________________ De omnibus dubitandum! |
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