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Was ist metallographie ?

 

Die Metallographie ist ein Arbeitsgebiet der Werkstoffkunde und bedeutet wörtlich Metallbeschreibung. Metallographen beschäftigen sich hauptsächlich mit der Mikrostruktur von Werkstoffen und leisten ihren Beitrag in der Qualitätssicherung/Werkstoffprüfung in Industrie und Forschung.
Metallographen sind gesuchte Fachleute, was sich auch positiv beim Arbeitsplatzangebot und den Anfangsgehältern bemerkbar macht.

Metallographie am Lette-Verein
Das Berufsfeld `Metallographie´ wurde um 1906 hier am Lette-Verein in Berlin entwickelt und wird seitdem fortlaufend aktualisiert. Ursprünglich war es ein reiner Frauen-Beruf. Seit der Einführung des Fachabiturs in die Ausbildung, interessieren sich auch Männer für diesen Bereich der Werkstoffwissenschaften. Heute sind nicht nur Metalle Gegenstand der Analyse, sondern auch Kombinationen aus Metall, Glas, Keramik und Kunststoff.

Bei poliertem Holz kann man bereits mit bloßem Auge die Maserungen erkennen, die dem Fachmann Rückschlüsse auf die Wachstumsbedingungen des Baumes erlauben (Temperatur, Regenmenge, Nährstoffangebot).
Die Struktur eines Metalls kann man ebenfalls nach dem Polieren und der Behandlung mit speziellen Chemikalien erkennen, aber selten mit bloßem Auge (außer z.B. bei verzinkten Laternenmasten, Leitplanken). Benötigt werden für die Untersuchung Geräte, die vergrößern können, z.B. Lupen, Lichtmikroskope, Raster-Elektronen-Mikroskope (REM).

Die große Verbreitung des REM`s in der Qualitätssicherung hat zur Integration der Physikalischen Werkstoffanalyse in die Ausbildung zur Technischen Assistentin/ zum Technischen Assistenten für Metallographie und Physikalische Werkstoffanalyse geführt.

Untersucht wird der Zusammenhang zwischen der Struktur (Gefüge), den Eigenschaften und dem Herstellungsprozeß von Werkstoffen und Bauteilen mit dem Ziel, eine gleichbleibende Qualität und Produktsicherheit zu ermöglichen.

Überwiegend werden metallographische Verfahren für die Qualitätssicherung in der Industrie genutzt, aber auch bei der Entwicklung neuer Werkstoffe bzw. der Erforschung weiterer Einsatzmöglichkeiten schon bekannter Werkstoffe und in der Schadensuntersuchung kommen sie zum Einsatz.

Umgang mit der Technik
In dem Begriff `Metallographie` sind vielfältige Methoden zur Werkstoffuntersuchung zusammengefasst. Es werden zerstörende (Proben entnehmende) und zerstörungsfreie (ohne Beschädigung des Bauteils) Untersuchungsverfahren unterschieden.

Die Metallographin/der Metallograph erreicht dies, indem polierte und meist mit Säuren geätzte Metalloberflächen im Lichtmikroskop analysiert werden. Weitere Hilfsmittel sind u.a. Schleif- und Poliermaschinen, das Rasterelektronenmikroskop, Geräte für die Werkstoffprüfung (z.B. der Härteprüfer) und natürlich der Computer für die digitale Bildauswertung und Bildarchivierung.

Arbeitsfelder
Metallographen sind beteiligt an der Qualitätskontrolle und -sicherung von hochwertigen Produkten, der Entwicklung neuer Werkstoffe/Produkte und in der Schadensanalyse in Prüflaboren der Industrie, z.B. der Auto- und Flugzeugindustrie und bei der Bahn, in der Mikro-Elektronik, im Maschinen- und Turbinenbau, sowie in privaten und staatlichen Forschungseinrichtungen wie der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, dem Hahn-Meitner-Institut, der Fraunhofer-Gesellschaft, dem Max-Planck-Institut, den Universitäten/Hochschulen u.a.

Arbeitsplatzangebot und Anfangsgehälter
Seit einigen Jahren steigt die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften wieder. Im Bereich Metallographie ist das ganz besonders der Fall, auch weil dieser Beruf in Deutschland nur am Lette-Verein und einer weiteren Schule in Solingen mit staatlich anerkanntem Abschluss ausgebildet wird. Die Gehälter von Berufsanfängern liegen zwischen 2200 und 3000 € brutto (abhängig von der Region, Stand 2009). Jobs

 






Hartguss (DIC, 100:1)
Hartguss (DIC, 100:1)


Hartguss (DIC, 1000:1)
Hartguss (DIC, 1000:1)


Stahl (Farbätzung)
Stahl (Farbätzung)


Stahl, pastenboriert
Stahl, pastenboriert


Pfropfenentzinkung<br>an Messingrohr
Pfropfenentzinkung
an Messingrohr



Aluminiumguss
Aluminiumguss


Siliciumkarbidfasern, REM
Siliciumkarbidfasern, REM
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